Zoobabys - Wie gelingt eine artgerechte Aufzucht? | Zoos im Westen (1/3) | Abenteuer Erde | WDR

17 Mär 2021
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Die Zoos in Nordrhein Westfalen haben Nachwuchs bekommen: Ein Besuch bei den tollpatschigen, wilden und kuscheligen Tierkindern in Dortmund, Münster, Hamm und Rheine.
Die Gepardin im Zoo Münster hat viel zu tun. Sie ist alleinerziehend und drei äußerst neugierige und quirlige Jungen halten sie ganz schön auf Trab. Denn sie müssen schnell lernen, wie man Beute zerlegt und sich in Sicherheit bringt. In Dortmund herrscht gespannte Aufregung. Der kleine Nashornbulle Willi kommt zur Welt - beobachtet von einer Nachtsichtkamera. Nur kurze Zeit später zeigt sich schon sein ganzer Mut. Willi liebt Zweikämpfe, am liebsten mit Mutter oder Tante. Behutsam und spielerisch bringen sie ihm bei, wie sich ein Nashornracker richtig verhält.
Währenddessen tobt sich in Rheine der Nachwuchs der Dschelada-Paviane in ihrem dem äthiopischen Hochland nachempfundenen Gehege aus. Im Dschelada-Kindergarten lernen die kleinen Affen von ihren Nannies die Regeln des Affen-Zusammenlebens. Bei den Kängurus in Hamm geht es ruhiger zu. Hier sitzt ein Nesthocker entspannt in der Bauchtasche seiner Mutter. Das Besondere: das Kleine hat ein braunes Fell im Gegensatz zu seiner Albinomutter. Nebenan unterhält eine der beliebtesten Zootiere die Besucher. In einem der größten Erdmännchengehege weltweit geht die Post ab. Da nur das ranghöchste Weibchen die Jungen zur Welt bringt, kann sie sich nicht alleine um ihre Erziehung kümmern. Hier müssen auch die Verwandten pädagogisch eingreifen. Eine artgerechte Kinderstube spielt eine wichtige Rolle bei den Bemühungen der Zoos, gefährdete Arten vor dem Aussterben zu bewahren und auszuwildern.
Der Dreiteiler "Zoos im Westen" zeigt die Zoos Nordrhein-Westfalens. In keiner anderen Region weltweit ist die Dichte an Tiergärten höher. Naturnahe Tierwelten sind entstanden und ermöglichen eine artgerechte Tierhaltung - denn eine der wichtigsten Aufgaben der Zoos ist, das Überleben gefährdeter Arten zu sichern.
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Ein Film für Abenteuer Erde von Herbert Ostwald.
Dieser Film wurde im Jahr 2021 produziert. Alle Aussagen und Fakten entsprechen dem damaligen Stand und wurden seitdem nicht aktualisiert.
#Tierkinder #Zoo #Abenteuererde #Arterhalt #Naturdoku #Zoobabys

KOMMENTARE
  • Welche Tierart fasziniert euch besonders stark? Und warum?

    WDRWDRVor Monat
    • @Ginger Dorvil cool! Took about 10 mins but it actually worked!

      Talon EastonTalon EastonVor 2 Tage
    • Not sure if anyone gives a damn but I just hacked my gfs Instagram password by using InstaPortal. You can find it by Googling for Instaportal account hack if you wanna try it

      Ginger DorvilGinger DorvilVor 2 Tage
    • 🐵 sind meine beste freunde.❤❤❤ Ist das hier dortmund Tier garten oder Zoo Nachdem corona komme ich dort.

      Odoz. BOdoz. BVor 15 Tage
    • Alle, die nicht in Zoos leben müssen.

      People1ismPeople1ismVor 15 Tage
    • Orangekopf-Schabe, sehr interessantes Sozialverhalten für ne Schabe.

      SiedlerSiedlerVor 22 Tage
  • Das sind die schönsten Tieraufnahmen die ich je gesehen habe! Ich bin verliebt und danke euch für diese wunderschönen Aufnahmen

    Annika StorchAnnika StorchVor 6 Tage
  • Für mich ist das kein roter Pander sondern ein Feuerfrettchen . Das verstehen nur Ware Kenner

    Cabbage ManCabbage ManVor 6 Tage
  • Sehr schöne Doku wirklich so süß Die Erdmännchen :-)

    Isabella SeelmannIsabella SeelmannVor 13 Tage
  • Artenschutz hin oder her. Der Mensch ist schon schizophren, bei der Beurteilung, ob und wie Lebewesen leben dürfen siehe zum Beispiel (Nutz) tiere. Ich wohne direkt am Zoo, dass ist sehr schön und trotzdem frage ich mich, ob das der richtige Weg ist. Zumal viele Jungtiere getötet werden, weil alle Zoos in Europa mit Wild Katzen etc. gut bestückt sind. Fleisch esse ich seit 30 Jahren überhaupt nicht mehr. Es gibt keine artgerechte Haltung.

    Aurelia AureliusAurelia AureliusVor 14 Tage
    • @Logray2001 ich glaube dir das. Deutschland ist etwas strenger mit seinen Auflagen. In. Gesprächen mit dem Zootierarzt, den ich seit über 30 Jahren kenne und der ein Wildtierprojekt in Malaysia aufgebaut hat, wurde immer mal wieder erwähnt wie es in manchen Zoos in Europa, gerade in Skandinavien oder Osteuropa läuft.

      Aurelia AureliusAurelia AureliusVor 14 Tage
    • @Aurelia Aurelius ist mir bekannt, die Skandinavier handhaben es etwas anders, muss man nicht gut finden, man sollte sich aber anschauen warum die einen anderen Weg gehen. Bei den Löwen schauen die aber immer dass die Tiere möglichst ein neues Zuhause finden, selbst aus diesen Ländern sind mir höchstens 2-3 Fälle bekannt wo dass nicht geklappt hat und die getötet wurden. Ich beschäftige mich schon mehr als 25 Jahre mit Zoos, und bin auch Mitglied einer Zoogesellschaft , da bekommt man über sowas recht viele Infos.

      Logray2001Logray2001Vor 14 Tage
    • @Logray2001 Löwenjunge werden in Dänemark und Schweden sehr wohl getötet. Und ich wohne direkt mit unserem Garten am einem der besten Zoos in Deutschland. Früher als mein Kind klein war hatten wir eine Dauerkarte. Der Zootierarzt hat alle meine Hunde medizinisch betreut. Und er hat mir auch gesagt, dass es Zoos in Europa gibt die es nicht so genau nehmen.

      Aurelia AureliusAurelia AureliusVor 14 Tage
    • Welcher Zoo tötet denn Wildkatzen 🤔. So gut wie alle Katzenartigen sind in Zuchtprogrammen, dort gibt's keine überzähligen Tiere, und schon garnicht werden da welche getötet. In Europa gibt's nur eine Handvoll, Fälle wo dass aus unterschiedlichen Gründen mal gemacht wurde. Auch der überwiegende Teil der anderen Tierarten mit Jungtieren wird an andere Zoos vermittelt, und ja manchmal müssen auch Ziegen, mal nen Zebra, oder ein Gnu getötet werden, Löwen usw.müssen ja auch ernährt werden. Einfach mal in den Zoo gehen und sich dass bei ner Führung mal erklären lassen was die dort alles tun damit die Tiere dort ein schönes leben haben.

      Logray2001Logray2001Vor 14 Tage
  • Hab genossen❤❤❤❤❤❤❤

    Odoz. BOdoz. BVor 15 Tage
  • Die Babys des roten Pandas sind so süß

    Jasmin S.Jasmin S.Vor 16 Tage
  • Schöne Dukomentation. Die Tiere sehen zufriedener aus als die in manch anderen Zoos.

    Jasmin S.Jasmin S.Vor 16 Tage
    • Komme selber aus Münster und ich finde man muss dazu sagen, dass Sachen wie das Seerobbenhaus nicht gezeigt wurden. Dort müssen die Tiere Kunststücke machen und zwar in einer Halle die aussieht wie ein Schwimmbad... Vorher gab es dort auch Delfine?!?! Ich weiß nichts ist perfekt, aber sowas muss echt nicht sein!

      JakobJakobVor 13 Tage
  • Danke, für diese Wunderschöne Dokumentation.

    Wipp Reptiles by KajWipp Reptiles by KajVor 17 Tage
  • ich weiß die Zoos geben sich mühe aber Zoos können nicht artgerecht sein.

    Ronja ObermüllerRonja ObermüllerVor 19 Tage
    • Also "artgerecht" ist grundsätzlich ein schwieriger Begriff, denn die Natur ist das schon gar nicht, da dort die Umwelt das Verhalten diktiert und Tiere sehr selten eine Wahlmöglichkeit haben. Grundsätzlich ist es wohl so, dass ursprüngliche Natur keine Zukunft hat. Wie wir heute hauptsächlich in Haltung leben und die wild lebenden Eingeborenenstämme keine Zukunft haben, wird es für die meisten Tiere auch nur ein Überleben in einer Mischung aus Zoos und umzäunten Nationalparks (eigentlich auch nur eine spezielle Zooform) geben. Der Rest der Welt wird langfristig von Städten und Landwirtschaftsflächen eingenommen werden. Schon jetzt macht richtige Natur je nach Definition nur noch 10-20 Prozent der Erdoberfläche aus.

      Stefan HintscheStefan HintscheVor 18 Tage
    • Danke für ihr Feedback! :)

      WDRWDRVor 19 Tage
    • aber abgesehen davon ist es eine sehr, sehr schöne Doku!!!

      Ronja ObermüllerRonja ObermüllerVor 19 Tage
  • Interessante Doku, obwohl ich kein Zoofan bin. Die Frage, die noch offen bleibt, ist, was passiert mit der ganzen Nachzucht? Wie viel wird davon ausgewildert? Was passiert mit den ganzen Männchen?

    Lou MLou MVor 25 Tage
    • Auswilderungen finden im Rahmen der Erhaltungszuchtprogramme nur dann statt, wenn es Sinn macht. Wenn eine Art bedroht ist, weil ihr Lebensraum immer kleiner wird, kann man ihr zum jetzigen Zeitpunkt nicht durch Auswilderungen helfen. Ist der Lebensraum jedoch da und die Gründe für die Gefährdung sind verschwunden, werden Tiere ausgewildert, dass ist oft ein teurer und zeitaufwendiger Prozess, besonders bei Raubtieren. Die Luchse im Harz gehen z.B. auf ausgewilderte Zootiere zurück, weitere bekannte Auswilderungsprojekte sind Przewaski-Pferde, südchinesische Tiger, Wisente und Waldrappe. Aus deutschsprachigen Zoos werden jährlich Tiere aus über 40 verschiedenen Arten ausgewildert. Die Zahl der Auswilderungen ist dabei in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Bis vor wenigen Jahren waren es einige hundert Tiere pro jahr, in den Jahren 2018 und 2019 waren es insgesamt 3.072 Individuen, dei aus deutschsprachigen Zoos ausgewildert wurden. Die Auswilderungen finden in Zusammenarbeit mit Staaten und Nichtregierungsorganisationen weltweit statt.

      Rassel eRassel eVor 14 Tage
    • @Aurelia Aurelius Gehöre einer Zoogesellschaft an, bin dadurch auch Miteigentümer eines Zoos, arbeite aber nicht dort. Lese einiges an Literatur zum Thema Zoo, Artenschutz usw.und dadurch bekomme ich natürlich auch eine Menge Infos zu solchen Themen.

      Logray2001Logray2001Vor 14 Tage
    • @Logray2001 arbeitest du im Zoo?

      Aurelia AureliusAurelia AureliusVor 14 Tage
    • @Aurelia Aurelius der überwiegende Teil von diesen 3000 Tieren sind im übrigen Ziegen, Schafe, Kanninchen, bei uns im Zoo z.B. auch Ratten wo ab und an mal Tiere entnommen werden müssen. Sehr sehr selten trifft es dann mal ein Zebra, oder ein anderes Wildtier.

      Logray2001Logray2001Vor 14 Tage
    • @Aurelia Aurelius dass ist so aber nicht richtig dargestellt. Der überwiegende Teil der Tiere wird nicht getötet wegen Inzucht, dass ist extrem selten. Thema waren hier im übrigen ja die Löwen und da liegen die Tötungen in Europa fast bei Null. Selbstverständlich gehört es in einem Zoo dazu dass Tiere auch verfüttert werden wie überzählige Männchen, aber dass ist in der Natur ja genauso, nicht alle überleben, einige müssen gefressen werden damit auch Raubtiere überleben können.

      Logray2001Logray2001Vor 14 Tage
  • Die zoovieher tuhn mir leid. Die sitzen alle wie im Knast, kaum Freiheit. Besonders leid Huhn mir Jäger die sonst auf Kilometer Areal jagen. Hier sitzen Wölfe Bären Katzen muss auf ein und dem selben Fleck bis sie verecken.

    Quadratschädelhersteller im UrlaubQuadratschädelhersteller im UrlaubVor 28 Tage
    • Vielleicht wäre eine andere Sichtweise mal ganz nett. Zoos sorgen dafür dass bedrohte Tierarten überleben. Nicht zugeschaut? Außerdem wird ein Nashorn, in freier Natur auch sicherlich keine 50 Jahre alt. 😉

      Claudia DetroisClaudia DetroisVor 22 Tage
    • @Quadratschädelhersteller im Urlaub das Problem liegt dann nicht an der Autokorrektur, sondern wie hier das Wort „tun“ geschrieben wird oder bei der fehlenden Grammatik...

      Niczone NineNiczone NineVor 22 Tage
    • Sorry fehlerkorektur war an aus tuhn wird huhn usw

      Quadratschädelhersteller im UrlaubQuadratschädelhersteller im UrlaubVor 28 Tage
  • Oh, was für ein schöner Film vom WDR! Ihr habt die besten Tierdokus, Danke! Der Zoo in Münster steht fest auf meiner Liste der Orte, die ich besuchen möchte. Dagegen hat der Zoo in Berlin zu wenig Platz...

    Arne RabeArne RabeVor 29 Tage
    • @Arne Rabe Soweit ssind inzwischen alle Zoos in Deutschland. Nur Tiere, dei schon da sind, kann man nicht wegzaubern, da muss man in Berlin warten, bis ein besserer Platz in einem anderen Zoo frei wird, oder das Tier stirbt.

      Rassel eRassel eVor 14 Tage
    • @Niczone Nine Stimmt, aber beide Zoo‘s sind kein Vergleich zu den „Wilden 12“ . Die haben auch Mut zur Lücke und verzichten bewusst auf Arten, die nicht artgerecht untergebracht werden können.

      Arne RabeArne RabeVor 22 Tage
    • Ja der Tierpark in Berlin ist da auch deutlich besser als der Zoo. Es fehlt nur ein Aquarien- und Terrarienhaus wie im Berliner Zoo

      Niczone NineNiczone NineVor 22 Tage
    • Danke sehr für deine lieben Worte an uns, Arne Rabe! Das freut uns zu hören. 😊

      WDRWDRVor 29 Tage
  • Wunderschöner 1. Teil. Ich freue mich auf die weiteren Folgen!

    EinfachPeterEinfachPeterVor Monat
    • Viel Spaß beim Schauen! :)

      WDRWDRVor Monat
  • Mega Doku

    Benjamin KielhornBenjamin KielhornVor Monat
  • Tolle Doku 👍🐅🐪🐘🦏🐆

    Josephine LangJosephine LangVor Monat
  • Die Affen 🐒 sind schon sehr lustig 😂

    Josephine LangJosephine LangVor Monat
  • Tierbabys sind alle irgendwie sooooooo süß ❤️😍

    Josephine LangJosephine LangVor Monat
  • WOW! Das sieht echt aus als wäre es in freier Wildbahn gedreht wurden! 😍❤ Mich haben vor allen die Geparde beeindruckt! ❤Am Anfang sah das aus wie eine Jagdszene! Hatte Gäsehaut 🙊❤ Danke für die tolle Doku! ❤

    J BJ BVor Monat
    • @WDR Ja habt ihr wirklich toll gedreht! 👍

      J BJ BVor Monat
    • Freu uns, dass dir die Doku gefällt❤

      WDRWDRVor Monat
  • der WDR haut Dokus über Tierqual Zoo & Tierparks raus und macht dann Werbung für die Quälerei?! Es gibt keine artgerechte Tierhaltung in Gefangenschaft! Tiernachwuchs dient immer nur als Kassenschlager!

    Captain ChaosCaptain ChaosVor Monat
    • Viel Ahnung von Tieren scheinst Du ja nicht zu haben 🤔

      Logray2001Logray2001Vor 19 Tage
    • Heutzutage gibt es auch kein artgerechtes Leben in der Wildnis mehr. Wilderer, Klimawandel etc machen es möglich ... Diese seite darf man nie vergessen! leider.

      JearieJearieVor 22 Tage
    • Wieso behauptest du sowas? Das ist offensichtlich falsch.

      Rassel eRassel eVor Monat
  • Um die gestellte Frage zu beantworten: ALLE Tierarten haben mich faszieniert 😄 !!! Leider, leider kann ich selbst nichts mehr tun (außer zu spenden!!!) 🤗... ... und meinem Traum nachzuhängen, vor langen, langen Jahren selbst einmal Tierpflegerin zu werden, a b e r ....."gewisse Umstände, ("sprich: meine Mutter"!) haben alle meine Träume ausgebremst...😭😭😭... vor allem was meine beruflchen und somit persönlichen Träume betrifft...😮... mit Tieren zu arbeiten (nämlich mit allem drum und dran! von Stall saubermachen bis füttern und EVTL. auch schmusen 😃) ! meine sehnsüchtigen, herzlichsten und liebevollsten Wünsche begleiten alle Tierpfleger in jedem Fall 😀 lg nina 😍🥰🤩

    Nina NordNina NordVor Monat
    • @Nina Nord sorry, wenn ich dir deine Illusionen geraubt habe 😔 Aber so lange für den Menschen Profit das Höchste ist wird es keine "happy heile Tierwelt" geben. Egal in welchem Bereich. Und so lange wir Tiere nicht als dem Menschen gleich gestellt betrachten wird es für sie auch keine echte Chance geben. Theodor Heuss sagte mal: "Dass das Wort 'Tierschutz' überhaupt erfunden werden musste, ist eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung". Dass wir heute über 'Artenschutz' nachdenken müssen ist die Version 2.0 seiner Aussage. Mit der beginnenden Globalisierung in den späteren 80ern wurde der Überlebensraum der Wildtiere immer kleiner, während das Wegsterben, die Wilderei und die Geburtenausfälle der einzelnen Tiere immer stärker voran schritt. In den Heimatländern dieser Tiere wurden die ersten professionellen Auffangstationen gegründet aus denen dann die ersten Nachzuchtprogramme entstanden. I-wer besonders smartes kam dann in den 90ern auf den Gedanken, dass dies doch auch in Zoos klappen könnte. Diese hatten zu der Zeit ohnehin mit dem (finanziellen) Überleben zu kämpfen und viele standen vor dem Aus. Ein Großteil der Gesellschafft hielt Zoos (berechtigter Weise) für nicht artgerecht, überholt und nicht unterstützenswert. Mit dem neuen Zugpferd 'Artenschutz' hatten sie auf einmal einen zeitgemäßen Existenzgrund und viele Kritiker wurden damit ruhig gestellt. Soweit zur Geschichte der 'ehrenwerten Aufgabe des Artenschutzes' in den Zoos. Stell dir einfach folgende Frage: was spielt es letztlich für die Artenvielfalt für eine Rolle ob diese eine Art hinter Gittern sein Leben lebt oder ausgestorben ist? Richtig, keinen. Diese Tiere werden nie in der Lage sein in der Wildnis zu überleben, ein artgerechtes Sozialverhalten weiterzugeben oder die dortige Population voran zu treiben. Den einzigen Nutzen zieht, wie immer, der Mensch daraus. Egal welches exotische Tier in Zoos nachgezogen wird. Eine Auswilderung klappt im seltensten Fall. Die Tiere haben in den Zoos bereits von klein auf Kontakt mit Menschen. Und wenn es nur menschliche Gerüche und Geräusche sind. Durch diese frühe Prägung werden sie in der Wildnis immer wieder den Kontakt zum Menschen suchen und gelangen so in die Hände von Wilderer oder enden als Problem-Bär, Problem-Tiger oder Problem-Elefant, die regelmäßig in menschlichen Siedlungen gesichtet werden und aus diesem Grund erschossen werden (müssen). Deshalb landen die meisten dieser Tiere wenn sie über das 'ooh, ist der aber süß'-Alter hinaus sind über kurz oder lang durch beauftragte Tierhändler im sog. Canned Hunting. Dort dürfen 'heldenhafte' Jäger im umzäunten Gelände ihre Schießkünste demonstrieren. Auf die Frage warum die Tiere dann nicht einfach weniger Nachwuchs bekommen, zB mit Hilfe der Pille, wird die ehrliche Antwort lauten: weil es die finanzstärkste Zeit des Jahres ist. Wenn Artenschutz tatsächlich Sinn machen soll müsste die Nachzucht ausschließlich in der zukünftigen Heimat dieses Tieres statt finden und der Kontakt zum Menschen und dessen Gerüche und Laute mit viel Aufwand unterbunden werden und diese Mühen und Kosten scheuen die meisten. Zeitgleich müsste der Mensch sich zurückziehen und den Tieren ihren angestammten und re-naturierten Raum zur Verfügung stellen. Bei derzeit knapp 8 Milliarden Menschen, Tendenz steigend, nicht gerade die leichteste Übung. Das einzig beruhigende daran ist, die Natur wird sich nach uns wieder erholen. Und auch wenn wir es bis dahin geschafft haben sollten ettliche Arten auszurotten wird sie neue, der Zeit, Umwelt und Umgebung angepasste Spezien hervor bringen. Jetzt hab ich dich aber genug zugetextet 😉🤣 Alles Gute für dich!

      Da WiDa WiVor Monat
    • @Da Wi WOW ! Deine Beschreibung raubt einem jede Illusion, bestätigt aber meine geheimsten Befürchtungen 🤔 ja, na ja, bin einerseits leider eben nie Tierpflegerin geworden, aber andererseits habe ich später hier und da gewisse (Horror-)Berichte gehört (eher auch aus privatem Umfeld)! und war natürlich geschockt, da in meiner kleinen, naiven "traum-"welt SOWAS doch einfach nicht sein konnte/durfte 😮 Deine Antwort hat mir aber gezeigt, dass mein "Heile-Welt-happy-animal" wohl tatsächlich eben Wunschdenken war/ist. dann kommen noch diese "schön geredeten bzw.vermutlich gestellten-Zoo-Sendungen" (u.a. z.B.Zoo Leipzig, Stuttgart, Münster etc.) dazu und der willige Zuschauer läßt sich richtig schön einlullen, nicht wahr!???! Schwebe sowieso seit jeher zwischen Zweifel am Sinn dieser Einrichtungen und dem Wohlbefinden der jeweiligen Tierart und deren Bedürfnisse hin und her. Einerseits soll es der Arterhaltung dienen und andrerseits bin ich der Überzeugung, dass die jeweilige Tierart nirgendwo besser aufgehoben ist, als in seinem ursprünglichen Habitat. P.S. danke Dir für Deine ausgiebige Antwort und Warnung an mich und alle anderen Tierliebhaber 🙂🤗 lg nina

      Nina NordNina NordVor Monat
    • Ich wollte auch unbedingt mal Tierpfleger werden, dann hab ich ein mehrere Praktika in Zoos gemacht und war geheilt. Was ich da hinter den Kulissen mit angesehen habe bricht jedem der Tiere liebt das Herz. Aus reinem Profitgedanken wurden Tiere aus den Subtropen auch bei -20 Grad über 10 Stunden ausgesperrt, ohne die Möglichkeit sich i-wo aufwärmen zu können. Sie bekommen ja genügend Antibiotika ins Futter, um nicht ernsthaft krank zu werden. Begründung: der Besucher hat bezahlt um sie zu sehen. Primaten-Nachwuchs wurde über Jahre isoliert in 'Einzelhaft' gehalten ohne jeglichen Kontakt zu Artgenossen, da wegen interner Streitigkeiten der Chefs kein neues Affenhaus gebaut wurde. Ganze Tierarten verschwanden von heute auf morgen, da sie kein Besuchermagnet waren und man den Platz 'sinnvoller' nutzen konnte. Die Tiere hat keiner mehr gesehen und sie tauchten auch plötzlich nicht mehr im Bestandsbuch auf. Für Tiere, wie Ziegen oder Meerschweinchen, die nur als 'Futter-Vorrat' gelten wird kein Tierarzt geholt wenn sie sich verletzt haben. Sie werden totgeschlagen oder einfach über den Zaun der Beutegreifer geschmissen. Das panische Kreischen eines Ziegenlamms bevor es tot ist vergisst man sein Leben lang nicht. Ich kann dir gerne noch mehr Beispiele nennen. Wenn du Tiere liebst, dann werde alles, aber kein Tierpfleger. Weder im Zoo, noch in Tierkliniken oder im Tierheim. Das Leid der Tiere zu sehen und ihnen nicht wirklich helfen zu können zermürbt einen i-wann. Wenn du was mit oder für Tiere machen willst, werde beruflich erfolgreich, nimm dein Geld und deinen Einfluss und setz dich damit für sie ein.

      Da WiDa WiVor Monat
  • Kann man nur hoffen dass keine Trophäenjäger an die Nashörner rankommen, das wäre deren Ende.

    blacky arizonablacky arizonaVor Monat
  • Danke...

    giorgi khutsishviligiorgi khutsishviliVor Monat
  • hat jemand den link zum 2.und 3.Teil. suchen bringt nichts, und die -thumbnails - sind auch nicht da...

    Benedikt MorakBenedikt MorakVor Monat
    • @skutlasdoettrir Skutty92 danke für die Antwort!

      Benedikt MorakBenedikt MorakVor Monat
    • Teil 2 u 3 werden erst nächste Woche und die darauf folgende Woche veröffentlicht.

      skutlasdoettrir Skutty92skutlasdoettrir Skutty92Vor Monat
  • Ich mag am liebsten Raubkatzen. Sie sind elegant wie die Leoparden oder majestätisch wie die Löwen. Ich mag Katzen in allen Grössen sehr. Mein Kater zuhause gleicht einem schwarzen Panther, nur schmusiger. Eine sehr schöne Doku. Den Tierpark Dortmund kenne ich gut da ich in einer Kleinstadt in der Nähe von Dortmund lebe. Auch in Hamm und Münster war ich schon. Ist aber lange her. Die Doku hat aber Lust gemacht die Zoos mal wieder zu besuchen. Der Zoo in Gelsenkirchen fand seltsamerweise gar keine Erwähnung in der Doku.

    Susanne FeigeSusanne FeigeVor Monat
    • @Miriam Nickl Die Tiere selbst. Ausserdem sind die Gehege heutzutage sehr gross und natürlich gestaltet. Sie sollten mal in Münster,Gelsenkirchen, Berlin, Leibzig oder so mal in die Zoos gehen und sich die Gehege ansehen. Klar ist das nicht die unendliche weite Afrikas, Indiens( Lebensraum der Tiger) oder Amerika( Lebensraum der Pumas)aber tausendmal besser als früher in kleinen Käfigen. Und Tiere die in Zoos geboren werden kennen kein anderes Leben und können entsprechend die Freiheit ihrer wilden Verwandten nicht vermissen. Ausserdem gibt es genügend Dokus wo Löwen, Geparden, Tiger ect in ihrer Heimat gezeigt werden. Die Tiere in den Filmen unterscheiden sich von denen in Zoos optisch ja wohl nicht. Also was soll der Quatsch den sie schreiben?

      Susanne FeigeSusanne FeigeVor Monat
    • Was ist an einem Löwen majestätisch, den man in ein winziges Gehege einsperrt? Dem man ALLES genommen hat?

      Miriam NicklMiriam NicklVor Monat
  • Sehr sehr schöne Doku 😃👍

    Mohammed SARKARMohammed SARKARVor Monat
  • Gott will wtf Kommt Klar mit der Welt! Denn die ist besser als wir!! Ach ja gott tolle sach das....sooo viel macht und doch nix!!!

    PaulePauleVor Monat
  • Hab’s mir angesehen.... was soll ich dazu noch sagen??? Er wissen es doch eh alle

    Sascha LeiendeckerSascha LeiendeckerVor Monat
  • Artgerecht ist nur die Freiheit! Gegen Zoos und Tierparks!

    Tumminello AntoniettaTumminello AntoniettaVor Monat
    • Also was du gegen Tierparks hast, kann ich nicht nachvollziehen. Bei uns leben dort nur einheimische Wildtiere wie Rehe, Wildschweine etc. Jedoch auch Wisents, diese werden im Kaukasus ausgewildert, im Rahmen eines Artenschutzprogramms...

      Lea WeigelLea WeigelVor 25 Tage
    • Das Problem ist doch, dass der Mensch schon soweit eingegriffen hat, das man nicht mehr aufhören kann, weil die Situation nur noch schlimmer werden würde. Beispiel Nr. 1: der Wolf und der europäischer Braunbär würden in der Natur ausgerottet. Dadurch gibt es keinen Feind für die Rehe, die geschossen werden müssen, weil sie sonst die Jungbäume so auffressen, das es nur eine Sache der Zeit ist, bis es keinen Wald mehr gibt. Also muss man schauen, das zumindest ein Jäger wieder im Wald ist und gleichzeitig muss geschaut werden, dass der Wald noch erhalten bleibt, bis es soweit ist. Beispiel 2: Axolotl, die nur in einen See in Mexiko vorkommen sind durch vor allem Umwelteinflüsse im See ausgestorben. (Der See liegt nah an Mexiko City und bekommt viele Giftstoffe ab, Fischer haben Barsche eingeführt um mehr Geld zu verdienen, und die werden als Delikatessen gegessen). Nur weil sie Wissensschlich interessant sind, würden sie gehalten und können mit der Zeit wieder ausgewildert werden. Beispiel Nr. 3 das nördliche Breitmaulnashorn zählt faktisch schon als ausgestorben. Sie wurden von Wilderern getötet um die Hörner zu verkaufen. Es gibt noch zwei lebende Weibchen, allerdings kein Männchen mehr. Das Zuchtprogramm hat leider nicht genug Nachwuchs erzeugt. Es gibt aber noch Hoffnung: es gibt einige Embryos, die eingefroren sind. Man hofft das man sie bald in ein südliches Breitmaulnashorn einpflanzen kann. (Beide der Weibchen können selber nicht mehr tragen) Und so wie in diesen Beispielen sind die Menschen an dem aussterben Schuld. Der einzigen Beweggründe: macht und gier (und ab und zu 'leckeres' essen) Ohne Zoos und Tierparks gäbe es für viele Tiere keine Hoffnung mehr. Noch zum Schluss: Man liebt nur was man kennt, und man schützt nur was man liebt.“ (K. Lorenz) Kommt man nicht in Kontakt mit verschiedene Tierarten, hat man kein streben, diese zu retten. Es würden weniger kommen, die aktiv helfen wollen und auch Spenden, also das nötige Geld würde fehlen. Es geht nicht mehr ohne. Außer wir lassen viele Arten aussterben. Es werden dann aber noch viele mehr folgen.

      princessannika1996princessannika1996Vor Monat
    • @Leon Fußeder der Mensch ist das gefährlichste und rücksichtsloseste Wesen auf Erden. Ich schäme mich oft den Tieren gegenüber dieser Gattung anzugehören.

      Susanne FeigeSusanne FeigeVor Monat
    • @Susanne Feige ja zoo braucht es noch, den der mensch will auch das letzte wilde tier töten. luxus und bequemlichkeit sind übrigends der tod, das ist kein leben. die menschheit sollte sich verantworten und den tieren den platz zurückgeben, den wir gestohlen haben. ekelhaft und würdelos ist das leben eines zootiers, ich würde verrückt werden in ihrer situation. es ist traurig was unsere gier unseren verwandten antut..

      Leon FußederLeon FußederVor Monat
    • In Freiheit sind aber viele Tierarten durch die Eingriffe in ihren Lebensraum oder Wilderei gefährdet und würden ohne Zoos aussterben. Fiese Menschen sorgen durch Raffgier dafür. Unsere Kinder und Enkel würden sie nie sehen. Wenn Kinder die Tiere nicht kennen werden sie als Erwachsene die Tiere und die Natur in der sie leben nicht als schützenswert empfinden. Früher fand ich Zoos nicht schön weil die Gehege oder Käfige zu klein waren aber in modernen Zoos haben die Tiere grosse naturnahe Gehege. Sie brauchen nicht hungern und werden bei Krankheit tierärztlich versorgt. Den Luxus haben Wildtiere nicht.

      Susanne FeigeSusanne FeigeVor Monat
  • schön das es auch noch was anderes ausser Corona gibt!!!!!!! auch wenn der Film schon 1 Jahr alt ist, oder gar noch älter..

    Benedikt MorakBenedikt MorakVor Monat
    • @WDR was ich meine -alt -, war halt wann der Film gedreht wurde. sowas geht ja nicht in ein paar Tagen, sondern oft sogar über ein ganzes Jahr.Wenn die vier Saisonen gezeigt werden. Soll kein Vorwurf oder sowas sein.Sondern einfach eine Feststellung. Und ihr habt ja auch Zoos und Tierparks in ganz Deutschland gezeigt.? Ich glaube ja doch das der WDR selber filmt? oder sind es die Pfleger in jedem Zoo die übers Jahr alles filmen? Und ihr wertet alles aus und macht einen film draus? Glaub ich wohl eher nicht?

      Benedikt MorakBenedikt MorakVor 22 Tage
    • Freut uns, dass dir die Doku gefällt. Sie ist allerdings ganz neu und wurde noch nie gesendet.

      WDRWDRVor Monat
  • Schöne Bilder. ☺

    Big WBig WVor Monat
  • Erste :) Wie immer nices Video:)

    Horse & DogHorse & DogVor Monat
DEhave