Kinderverschickung - Trauma statt Erholung | Frau TV | WDR

30 Okt 2020
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Zwischen 1945 und 1990 wurden Kinder, die zu dünn oder kränklich waren, häufig in Kinderkuren geschickt - in so genannte Verschickungsheime. Claudia war vier Jahre alt, als sie von ihren Eltern in Kur geschickt wurde. Damals war das eine ärztliche Anordnung. Claudias Vater reist mit ihr nach Föhr und liefert sie im Kurheim ab. Er versprach sie zu besuchen, aber kam nie. Sie fühlte sich ausgeliefert und verlassen.
In Verschickungsheimen sollten Kinder wieder aufgepäppelt werden. Doch mit Erholung hatte die Kur nichts zu tun: In den Heimen gab es strenge Regeln und Strafen. Beispielsweise waren Elternbesuche verboten. Als Jugendliche stellt Claudia ihre Mutter zur Rede. Diese wusste aber nicht, wie es in den Heimen zu sich ging. Als Erwachsene sucht sie weiter nach Antworten und fängt eine Therapie an. Vergangenes Jahr sieht sie ein Fernsehbeitrag über das Thema und ihr wird klar, dass sie kein Einzelfall war.
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💬 Seid ihr schon einmal mit dem Thema in Kontakt gekommen, oder kennt Betroffene?
Dann schreibt uns gerne einen Kommentar dazu.
📣 Aufklärungsarbeit und Anlaufstellen zum Thema "Kinderverschickung" findet ihr hier: www.verschickungsheime.de
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Ein Beitrag für Frau TV von Uschi Müller.
Dieser Film wurde im Oktober 2020 produziert. Alle Aussagen und Fakten entsprechen dem damaligen Stand und wurden seit dem nicht aktualisiert.
#Kinderverschickung #Trauma #FrauTV #Verschickungsheim #Verschickungskinder #Kurheim

KOMMENTARE
  • Ich bin total erschüttert, was damals passiert ist. In den 80ern war ich in wyk auf föhr auch in einem kurheim schloss am meer. Da waren aber die pädag. Richtlinien total human. Mann, was für untermenschen damals auf unschuldige kinder losgelassen wurden. Schlimm, dass es von den schuldigen keinen mehr gibt. Es tut mir so furchtbar leid um all die menschen, die als kinder so grausam gequält wurden und ich wünsche euch allen, dass ihr innerlich mit dieser zeit frieden schliessen könnt

    Rilana ModesRilana ModesVor 3 Tage
  • Weil ich Atemprobleme hatte wurde ich in den 60gern in den Harz zur ERHOLUNGSKUR Geschickt. Das werde ich nie vergessen. Hahnenklee Trifftstr. 19. Wenn wir schlafen sollten, durfte niemand mehr ein Wort sagen, sonst bekam er ein Handttuch übers Gesicht und durfte sich nicht mehr bewegen. Hat das nicht geklappt musste man im Speisesaal auf dem Boden schlafen. Wenn jemand sein Essen nicht mehr mochte oder satt war, wurde er gezwungen auf zu essen. Manche haben sich dann übergeben auf dem Teller. Dann musste der Teller mit dem Übergebenen trotzdem gegessen werden. Das Kind durfte nicht eher aufstehen. Der Umgangyton der Erzieherinnen war sehr rau. Wenn wir einen Brief nach Hause schreiben sollten, mussten wir dan Text von einer Tafel abschreiben. Da stand dann immer mir geht es gut, hier ist es schön und das Wetter auch. Wir wurden dabei kontrolliert. Es gab also keine Möglichkeit etwas anderes in dem Brief mitzuteilen. Erholung war das nicht.

    M OM OVor 5 Tage
  • Hammerhart! In diesem Land lief bzw läuft viel schief.

    Westsideking113Westsideking113Vor 7 Tage
  • 1963, Bad Reichenhall wg Asthma und Allergie, ich war knapp 5 Jahre alt......das selbe Theater wie im Video angesprochen und vieles mehr ......🤮😪

    B. B.B. B.Vor 10 Tage
  • Liebe Claudia....Ich fühle so mit dir....😑 Ich bin auch Jahrgang 1958....Ich war 3 mal zur Kinderverschickung..das erste mal mit 6 Jahren ..das war auch ein Trauma für mich.....Ich fühlte mich so von meinen Eltern abgelehnt....Sie haben sich nie Gedanken gemacht wie es mir geht....durch alle Ablehnung die es ja auch in dem Rest der Welt gibt hatte ich nie Verständnis von meinen Eltern bekommen. Darunter leide ich auch heute noch ...unter Ablehnung. Obwohl ich schon einige Jahre Therapie mache. Ich könnte auch heute nicht mit meiner Mutter drüber reden ( sie lebt noch) .....Sie würde mich beschimpfen und mir Schuld zuweisen, dass ich ein bösartiges Kind war. Ich könnte kotzen...ja...und trotzdem kümmere ich mich um sie....Sie ist schon pflegebedürftig. Ich komme da schwer raus....aber ich reiße mich zusammen.....Ich habe ein Enkelkind, das ich sehr liebe..(Ich bin auch seine Lieblingsoma)...niemand darf ihm was zu leide tun....dann stehe ich aber auf der Matte !!!!!!....😠....genauso habe ich bei meinen eigenen Kindern gehandelt. Obwohl....ich habe auch Fehler gemacht als Mutter ...😣.....Oh....Ich hätte auch noch so viel zu erzählen. Ich wünsche dir alles Liebe ....für deinen Rest des Lebens......😚....mache es Dir so schön wie geht......🍀

    Gänseblume SommerGänseblume SommerVor 11 Tage
  • Ja das war schlimm. Mit ca 3/4 Jahren musste ich nach Wärmsdorf. Es war so schlimm, wir wurden sogar geschlagen. Ich weiß noch wie ich damals steht's sehnsüchtig aus dem Fenster sah und mir gewünscht habe wieder nach Hause gehen zu dürfen. Ich weiß noch wie ich fest gehalten, mein Kopf auf den kalten Tisch gedrückt und mir dann mit Arztbesteck im Ohr rumgewühlt wurde. Es waren die schlimmsten Schmerzen die ich bis dato kannte, einfach schrecklich. Dann weiß ich noch wie ich den langen Flur alleine bis ins Zimmer getorkelt bin, immer eine Hand an der Wand weil mir so schwindelig war. Später musste ich Ende 99 ins Kindersanatorium Neuhirschstein. Bis heute quälen mich die schlimmen Erinnerungen an diese Zeit. Damals war ich 10 Jahre alt. Kinder wurden Nächte lang alleine weg gesperrt oder mussten stundenlang barfuß im kalten Flur stehen. Briefe wurden vor dem Versand gelesen und passte der Inhalt nicht wurde er zerrissen und musste neu geschrieben werden. Telefonate waren nur selten erlaubt und wenn dann stand einer daneben. Demütigungen fanden auch gerne im großen Kreis statt das auch jeder wusste wer Nachts ins Bett gemacht hatte. Ich wollte da nur weg. Jahre später war ich dann noch einmal zur Kur in Löbau und das war die schönste Zeit die ich in meiner ganzen Jugend hatte. Bis heute denke ich gerne an diese Wochen zurück und bin dankbar dort gewesen zu sein. Allerdings haben mich die ersten beiden Verschickungen so sehr erschüttert das ich mein Kind niemals in eine Kur geben werde. Mir wird heute schlecht wenn ich das Wort "Kindersanatorium" höre oder lese. Die schlimmen Erinnerungen kommen sofort wieder hoch, auch jetzt während ich schreibe laufen diese wie ein Film vor meinem inneren Auge ab. Es war ein Verbrechen was uns allen da angetan wurde!

    Bla BlaBla BlaVor 18 Tage
    • Vielen Dank, dass du diese sehr persönlichen Erfahrungen hier mit uns teilst! Das beweist sehr viel Mut. Wir können uns vorstellen, dass diese Traumata nie wirklich aufhören werden. Schön, dass dir die Kur so viel Positives gebracht hat. Wir wünschen dir alles Gute!

      WDRWDRVor 18 Tage
  • Ja das stimmt, meine Schwester und ich haben das auch erlebt. 6 Wochen haben wir da verbracht, auf der Insel Norderney. Allerdings war meine Schwester 9 Jahre alt und ich 8 Jahre alt. Es was wie in einem Erziehungsheim, obwohl wir doch zur Kur da waren. Als ich wieder zu Hause war, war ich sehr verstört, meine Schwester ebenfalls. Meine Mutter hat sich dann doch sehr gesorgt. Das Heim wurde von einer Nonne geleitet. Danke das ich die Gelegenheit habe mal darüber zu berichten. Eigentlich sollten wir dort aufgepäppelt werden aber nach der Kur waren wir noch dünner weil das Essen ungenießbar war. Eines der Mädchen musste immer bei der Erzieherin schlafen und durfte zum Schluss auch nicht von ihrer Seite weichen, zu dem Zeitpunkt wusste ich nichts über Kindesmissbrauch, aber später habe ich oft überlegt ob sie das Kind missbraucht hatte. Das war 1969. Wir durften außerhalb des Heimes mit niemandem reden. Wenn wir einen Brief nach Hause schrieben wurde dieser von der Erzieherin gelesen, denn wir durften nichts negatives schreiben. Obwohl wir sehr artig waren, die anderen Kinder ,meine Schwester und ich, wurden wir nur angeschrien , beleidigt und beschimpft. Ich hatte Heimweh und konnte 1 mal Nachts nicht einschlafen und schaute vom Bett aus aus dem Fenster da zog mir jemand mit voller Wucht an den Haaren und schrie mich an, es war die Nonne die wohl an diesem Abend die Aufsicht hatte. Ich hatte schreckliche Angst. Man wurde sogar fürs sprechen bestraft, mussten zum Beispiel hinter dem Bett stehen bis uns erlaubt wurde sich wieder rein zulegen. Ich könnte noch soviel aufzählen die 6 Wochen waren eine Ewigkeit.

    angie hiuzangie hiuzVor 20 Tage
    • @Marion Klewin das glaube ich dir.

      angie hiuzangie hiuzVor 3 Tage
    • Ich war auch auf Norderney und habe schreckliche Erinnerungen ... Ich war damals fünf Jahre alt und 8 Wochen im Seehospiz. Ich war als Kind völlig verzweifelt...

      Marion KlewinMarion KlewinVor 3 Tage
    • @WDR nein aber ich habe es nie vergessen.

      angie hiuzangie hiuzVor 20 Tage
    • Liebe angie hiuz, das hört sich nach einer traumatischen Zeit an. Hast du jemals mit deinen Eltern, deiner Schwester und/oder einer professionellen Hilfe im Nachhinein darüber gesprochen?

      WDRWDRVor 20 Tage
  • Ich war auch in diesem schrecklichen Heim in Wyk auf Föhr. Mit 3 oder 4 Jahren, 1963 oder 1964. Auch für mich eine traumatische Erfahrung. Einmal pro Woche musste ich eine Karte nach Hause schreiben, d.h. ich habe einer Erzieherin gesagt, was sie schreiben soll: „Holt mich sofort ab, es ist schrecklich hier, ich will nach Hause!“ und die Eltern bekommen Karten, wie toll ich es finde. Wir waren, bis auf einen kurzen Spaziergang am Strand nur drinnen. Ich habe Masern bekommen, auch das wurde meinen Eltern nicht mitgeteilt. Ich musste einen Rock tragen, im Winter, als ich mich weigerte, bekam ich den Rock über die Hose angezogen. Wir mussten uns im Bett unter der Bettdecke aus- und anziehen, „damit niemand etwas sieht“ Da ich noch so klein war, wusste ich nicht, wann dieses Martyrium ein Ende hat, da ich Zeit noch nicht überblicken konnte. Insgesamt war ich 6 Wochen da, wie meine Mutter mir sagte.

    Li LiLi LiVor 21 Tag
    • @WDR es ist mittlerweile Geschichte, damals half mir, dass ich ja wusste, das dieser „Gefängnisaufenthalt“ irgendwann endet, ich konnte nur nicht abschätzen wann. Meine Eltern haben mir damals auch meine Erzählungen geglaubt und ich wurde nie wieder verschickt. Ich sollte in dem Heim aufgepäppelt werden, man hielt mich als Kind immer für viel zu dünn, aus dem Heim kam ich völlig abgemagert zurück.

      Li LiLi LiVor 20 Tage
    • Hi, Li! Vielen Dank dafür, dass du deine persönliche Geschichte und deine Erfahrungen mit uns hier teiltst. Wie gehst du mit diesen Erinnerungen an die Zeit um?

      WDRWDRVor 21 Tag
  • *"Verschickungskinder: Missbrauch in den Ferien | Y-Kollektiv"* @WDR: Ich weiss das ihr das mit den Verlinkungen nicht so gerne seht. Könnt ihr das bitte in eure Beschreibung oder als Infokarte Verlinken! Y-Kollektiv gehört ja zum Öffentlich-Rechtlichen Funk.

    Yo24hua PrimeYo24hua PrimeVor 21 Tag
  • Ich habe auch noch mein "Pferdchen" Kuscheltier, doch jetzt steht es in der Vitrine auf einem Ehrenplatz

    Widudi TralalaWidudi TralalaVor 21 Tag
  • Ich wüsste gerne wieviele eine Trauma folgestörung wie eine PTBS kPTBS eine DIS oder eine pDIS davon getragen haben. So ein schwerer vertrauensmissbrauch und psychische bzw physische misshandlung kann nicht gut ausgehen. In den ersten 5-7 lebensjahren kann das zu einer Dissoziativen Identitätsstörung führen danach zu einer (komplexen) post traumatischen belastungsstörung. Es kann aber auch zu einer Borderline persönlichkeitsstörung oder einer Bipolaren persönlichkeitsstörung führen. Ich denke keiner ist da ohne jeglichen schaden rausgekommen und das ist einfach nur traurig.

    AstiLp_LbsAstiLp_LbsVor 22 Tage
  • Meine Mutter war als Kind auch im Heim. Das war der Grund dafür, dass ich sie bis zu ihrem Tod Zuhause gepflegt habe. Ich hätte sie nach all dem was sie mir erzählt hat nicht in ein Pflegeheim geben können. Schlimm, was all den Kindern angetan wurde.

    Saga Fox-WildeSaga Fox-WildeVor 23 Tage
    • Viele Kinder wurden traumatisiert. Das begleitet ein Leben lang. Toll, dass du deine Mutter begleiten konntest.

      WDRWDRVor 8 Tage
    • Da hat deine Mutter aber ein liebes Kind ,schön für euch beide.

      Huda Kristall313Huda Kristall313Vor 8 Tage
  • Abartig ohne gleichen!!😕😕

    Christina EisfeldChristina EisfeldVor 23 Tage
  • Ich war Anfang der 80er in einem Kinderkurheim. Es war schrecklich! Extrem streng, kein bisschen liebevoll. Die Zeit dort habe ich eigentlich nur Angst gehabt, wenig geschlafen und mich schlimm gefühlt. Ich sollte dort hin weil ich zu dünn war. Zugenommen habe ich da nicht: im Gegenteil! Zum Glück bekam ich Windpocken und kam dann auf die Krankenstation. Da war es besser und mir ging es besser. Als ich nach Hause kam habe ich stundenlang geweint. Meine Mama hat die Welt nicht mehr verstanden! Sie hätte mich auch nicht geschickt, wenn sie das gewusst hätte... ich wusste nicht, dass tatsächlich so viele eine schlimme Erinnerung an das Kinderkurheim haben. Ich dachte, mir ging es alleine so. Als Erwachsene habe ich eine Angststörung entwickelt. Über die 6 Wochen im Heim habe ich bis heute mit niemandem gesprochen...

    little kokitolittle kokitoVor 23 Tage
  • Schrecklich vorallem wenn man eigene Kinder hat.

    C HC HVor 23 Tage
  • Ist doch wie ein Jugendheim oder Kinderdorf und ähnliches. Habe Bekannte, wo Eltern sich gestritten haben, da wurden die Kleinen einfach abgeholt und leider kannst du dich verbessern, wie du willst. Es werden immer Gründe gegeben, warum sie die Kinder noch nicht bekommen. Ich finde es schrecklich. Egal wie Eltern sich streiten, Kinder sind glücklich bei den eigenen Eltern.

    # dankbar ## dankbar #Vor 24 Tage
  • Das Schlimmste daran finde ich nicht, dass die Eltern sie ins Heim gegeben haben (was sie ja anscheinend nachher bereut haben), sondern dass sie das erst 4jährige Kind derart angelogen haben und im Ungewissen liessen. Sie hätten ihr doch sagen können, dass sie alleine dort bleibt, dass Vater und Mutter sie gerne besuchen würden, dies aber nicht dürfen, aber dass sie sie gerne haben und GANZ SICHER wieder abholen würden? Klar wäre das auch ganz schlimm für sie gewesen, und sie hätte sich vielleicht gewehrt und sicher geweint. Aber so wie sie es gemacht haben, finde ich es doppelt schrecklich 😭 Aber mir scheint, das arme Kind wurde nach Johanna Haarer mit möglichst wenig Liebe/Nähe erzogen, da war sowas wohl normal. Mein Sohn ist jetzt auch 4j alt und ich will mir gar nicht vorstellen, was sowas mit einer reinen, intakten Kinderseele anstellt. Alles Liebe dieser starken Frau 💙

    EveliinchenEveliinchenVor 25 Tage
  • Was waren das für Ärzte! Wer kam auf diese Heim-Idee? Das ist ja nicht zu fassen!

    B. BorerB. BorerVor 25 Tage
    • @AstiLp_Lbs Und die Übeltäter sind von solchen Orten ja angezogen wie die Motten vom Licht!

      B. BorerB. BorerVor 22 Tage
    • Damals dachte man es wäre richtig und ok was man tut. Damals waren auch die vorschriften noch nicht so streng wie heute. Heute passiert immer noch viel kacke in den bereichen wo keiner nachguckt.

      AstiLp_LbsAstiLp_LbsVor 22 Tage
  • Wie grausam, Kinder sind doch noch so verletzlich, Eltern müssen verstehen, dass so etwas traumatisch für ein Kind ist, einfach abgegeben und verlassen zu werden, nicht zu wissen wann und ob man seine Eltern je wieder sieht... wenn die Frau spricht ist es, als ob das kleine Mädchen spricht, ich will sie am liebsten in den Arm nehmen...

    ana mariaana mariaVor 26 Tage
  • Hm, was ich mich frage: Waren diese ärztlichen Verschreibungen obligatorisch?! Was wäre passiert, wenn die Eltern nicht damit einverstanden wären?! Und wie war damals die Bindung zwischen Mutter und Kind überhaupr, dass die Mütter die Verstörung ihrer Kinder nach solchen 'Kuren' nicht bemerkt haben.....

    Ariadna ZorcaAriadna ZorcaVor 26 Tage
    • Ich denke die ärzte haben das schön geredet und ich denke auch dass die eltern sich nicht darüber bewusst waren was dort abgelaufen ist. Ich denke auch dass es schwierig ist für die eltern eine traumatisierung festzustellen das war damals nicht anders als heute. Menschen mit traumata haben die schlechte angewohnheit alles hinter einer fassade zu verstecken und dahinter zu gucken ist immens schwierig(auch für die betroffenen häufig). Ich habe auch traumatische dinge erlebt aber es wäre nie aufgefallen wenn meine psyche nicht irgendwann den geist aufgegeben hätte.

      AstiLp_LbsAstiLp_LbsVor 22 Tage
  • Ich war Anfang der 70iger zur "Erholung" auf Kur. Diagnose: schlechte Esserin, zu mager. Ich wurde gezwungen Dinge zu essen die ich nicht kannte bzw nicht mochte. Einmal saß ich 8 Std vor einem großen Teller voll mit Spinat. Der wurde mir dann am Abend rein gestopft. Briefe wurden gelesen. Süßigkeiten die man bekam abgenommen. Schwätzen in der Mittagsruhe: alleine in der Ecke des Flurs stehen. Wöchentlich wiegen. Wer nicht genug zugenommen hatte, bekam eine Sonderration. Irgendwann hab ich mir Steine in die Hosentasche gesteckt damit ich mehr wiege. Das wurde entdeckt und ab dem Zeitpunkt wurde ich als einziges Kind in Unterwäsche gewogen. Was natürlich sehr peinlich war. Meine Puppe wurde mir abgenommen. Die bekam ich wieder zur Heimreise. Ich wundere mich noch heute, dass ich relativ unbeschadet diese 6 Wochen überstanden habe. Was für eine Zeit 😢😢.

    Laila SossaLaila SossaVor 26 Tage
  • meine Tochter war 1988 in Pausa ( Vogtland) mit 5 Jahren....auch sie erlebte ein schlimmes Trauma ....seit dem leidet sie unter Panikattacken....Angstzustände und eine Brechphobie. In Jugendjahren besuchte sie viele Rehakliniken ...immer wieder wurde die Kur von damals angesprochen aber niemand interessierte sich dafür . Auch ihre Beziehungen gingen immer wieder auseinander....vor einigen Wochen sagte sie mir Mama ich habe damals meinem inneren Kind versprochen komme ich jemals lebend hier raus ,werde ich Dich ,Oma ,Opa und meinen Onkel im Leben nie wieder verlassen . Ich musste so bitterlich Weinen das ich als Mutter meinem Kind so etwas angetan habe.

    Luise MLuise MVor 26 Tage
  • Meine Mutter und meine Tante waren auch Kinderlandverschickung die haben nie gesagt das es ganz schlimm war

    Oma HeidiOma HeidiVor 26 Tage
    • @Oma Heidi das tut mir sehr leid !

      Hör auf meinen Namen zu lesenHör auf meinen Namen zu lesenVor 15 Tage
    • @Hör auf meinen Namen zu lesen meine Mutter ist schon tot 🙏 und mit meine Tante hab ich keinen Kontakt vielleicht lebt sie auch nicht mehr 😳

      Oma HeidiOma HeidiVor 16 Tage
    • Dann frag sie mal

      Hör auf meinen Namen zu lesenHör auf meinen Namen zu lesenVor 16 Tage
  • mein Ehemann wurde genauso misshandelt! er fragt immer noch ob er etwas essen darf usw. einfach schrecklich! er hatte auch ne Häschen dort gehabt. er hat es immer noch..

    EVE S.EVE S.Vor 26 Tage
  • Ich war in Bad Soden und war ungefähr 10.Mein Bruder war auch da ,aber Jungs und Mädchen waren getrennt .Das war ungefähr 1976

    Um LathifaUm LathifaVor 26 Tage
  • Die meisten Eltern dachten auch noch, sie tun ihren Kindern etwas Gutes. Viele machten sich bzw. machen sich wohl noch heute Vorwürfe, dass sie auf den Rat ihres Arztes vertraut haben...🥺

    Daniela GDaniela GVor 27 Tage
  • Wir, mein Bruder und ich wurden auch verschickt, zur Kinderkur aus Sylt.

    ubierinubierinVor 27 Tage
  • Könnte mir gut Vorstellen das nach Corona solche oder ähnliche Massnahmen / Empfehlungen verordnet werden....

    Sunny EggerSunny EggerVor 27 Tage
  • Ich könnte so etwas nie tun als Eltern😣

    SimsSophie 50SimsSophie 50Vor 27 Tage
  • Ich bin 1971 geboren und mein Bruder 1973. Wir wurden beide nach St.Peter Ording gebracht. Nachdem wir wieder zu Hause waren, machte mein Bruder wieder ins Bett. Erst lange Zeit später erkannten meine Eltern, dass es zu früh und ein einschneidendes Erlebnis in unserem Leben war 😢 Ich mache meinen Eltern deswegen keinen Vorwurf ❤️

    Alexandra MüllerAlexandra MüllerVor 28 Tage
  • Das zeigt wieviel dafür getan wurde das Familien bis heute zu zerstören

    steff nststeff nstVor 28 Tage
  • Ich war 1969, mit neun Jahren in Niendorf. Für vier lange Wochen. Meine Eltern hatten sich gerade scheiden lassen. Für mich heute absolut unvorstellbar, ein Kind, dass sowieso durch die Trennung der Eltern schlimme Verlustängste hatte, einfach weg zu schicken. Das war ein wirklich schlimmes, heute würde ich sogar sagen ein traumatisches Erlebnis.

    Rosalie La FéeRosalie La FéeVor 28 Tage
  • Ist mir mit meinen Schwestern auch passiert. Bis heute traumatische Erinnerung. Mittagsschlaf bei eisiger Kälte draußen...wehe du hast gesprochen! Dann wurde man mit einem Gummistiefel verprügelt. Wehe du hast nicht gegessen, erst saß man bis zu nächsten Mahlzeit da, dann gab es immer und immer wieder den gleichen Teller. Bis es gegessen war. Bettnässen vor Panik...Spritzen... Es war furchtbar! Die Erinnerung daran, hat verhindert, dass ich je mit meinen Kindern eine Mutter-Kind-Kur beantragt habe! Schon nach der Geburt, habe ich mich geweigert, meine Kinder, auch nur eine Sekunde im Kinderzimmer zu lassen! Es war unfaßbar, welches Leid Kindern unter dem Deckmäntelchen von Hilfe angetan wurde! Ach ja ich war 3, meine Schwestern 4 und 6 Jahre alt!

    Coco MaurerCoco MaurerVor 28 Tage
    • Das ist ja schrecklich. Habt ihr eine Therapie gemacht? Wenn nicht würde ich das dringend ans herz legen denn ich denke soetwas hat einen großen einfluss auf den alltag.

      AstiLp_LbsAstiLp_LbsVor 22 Tage
    • Das ist ja grauenvoll

      Anne MelzerAnne MelzerVor 24 Tage
  • Und das mit 4 Jahren? Die arme Frau.😥😥😥 Ich hoffe sehr das sich davon etwas erholt hat und an Stärke dazu bekommen hat🍀 So was wird man nie vergessen können... 😥

    CorinnaCorinnaVor 28 Tage
  • Ich war auch in wiege zur Cur worden aber nicht misshandelt. Fast alle Kinder waren in der DDR auf Cur.

    Anke KAnke KVor 29 Tage
  • Es ist unfassbar, was damals lief. Kein Wunder, dass diese Generation kollektiv traumatisiert ist und das dann ungewollt an die nächste Generation weitergegeben hat.

    Die EineoderandereDie EineoderandereVor 29 Tage
  • Ich kenne das auch noch als 5 jährige in den frühen 70er Jahren in einem Heim in Sankt Peter Ording... die geschilderten Zustände dort waren sehr ähnlich....

    Silke BartschSilke BartschVor 29 Tage
    • Es tut uns sehr leid zu hören, dass du als Kind etwas sehr ähnliches durchmachen musstest, Silke Bartsch!

      WDRWDRVor 29 Tage
  • Wie lange ging denn so eine 'Kur' normalerweise? Das kann man sich ja gar nicht vorstellen, wie sich so ein kleines Kind dort fühlen muss. Oh man, wie schrecklich!

    jazz lovingjazz lovingVor 29 Tage
    • @WDR Ich denke mal, dass selbst ein einziger Tag traumtisierend sein kann. Schließlich wissen die Kinder ja nicht wie lange sie dort bleiben müssen und fühlen sich verraten und alleine. Wie schlimm...

      jazz lovingjazz lovingVor 28 Tage
    • Ja, diese Zeit war für die Kinder in der Tat sehr sehr schrecklich, jazz loving! 🙁 Die Aufenthaltsdauer in diesen Verschickungsheimen war letztlich sehr individuell.

      WDRWDRVor 29 Tage
  • Ich war mit 6 Jahren für 6 Wochen auf Norderney, grauenhafte Erinnerungen. Alles wurde ständig kontrolliert, Päckchen und Post einbehalten. Wer nachts weinte musste die ganze Nacht auf dem zugigen Flur in der Ecke stehen. Ich wurde krank und lag 10 Tage auf der Krankenstation, alleine, niemand war da. Durfte nur zu den Mahlzeiten zur Toilette, wenn dann doch einmal was ins Bett ging, musste ich drin liegen bleiben.

    Gisela DeppeGisela DeppeVor 29 Tage
    • @Marion Klewin ich erinnere nicht mehr wie es hieß, war vom Kreis Lippe, gibt es heute noch als Jugendherberge.

      Gisela DeppeGisela DeppeVor 2 Tage
    • Auch im Seehospiz? Auch ich habe schreckliche Erinnerungen...

      Marion KlewinMarion KlewinVor 3 Tage
    • In welchem Jahr war das?

      GoldwingGoldwingVor 18 Tage
    • Vielen Dank, dass du deine persönlichen Erfahrungen mit uns teilst, Gisela Deppe! Das wissen wir sehr zu schätzen. Das, was du vor Ort erlebt hast, klingt grausam und wir wünschen dir heute nur das Beste!

      WDRWDRVor 29 Tage
  • Mein Dad war auch in Wyk, Horror. Mein Mann war in Bayern, 15 Jahre später, auch nicht besser.

    HalligalliHalligalliVor 29 Tage
  • 1974 war ich in St. Peter-Ording - mit nicht mal fünf Jahren. Keine Kuscheltiere, kein Besuch der Eltern, keine Erinnerung an Zuhause.

    Martin GrüningMartin GrüningVor 29 Tage
    • Hi, Martin! Das klingt schlimm. Hast du mit deinen Eltern darüber gesprochen?

      WDRWDRVor 29 Tage
  • Durch Zufall bin ich auf das Video gestoßen und bin erschrocken. Auch ich wurde als Kind „verschickt“. Das war die schlimmste Erfahrung meines Lebens. Briefe zensiert, Päckchen einkassiert, kein Kontakt zu den Eltern erlaubt. Ich habe nachts immer geweint, und meinen Eltern das Versprechen abgerungen, mich nie wieder wegzuschicken.

    He MaHe MaVor 29 Tage
    • Hi, He Ma! Das klingt wirklich traumatisierend... Wir hoffen, dass es dir heute gut geht.

      WDRWDRVor 29 Tage
  • Meine Mutter litt damals unter schwerem asthma... Es wurde empfohlen, sie verschicken zu lassen... Was tat meine Großmutter mit Mann?! Sie zogen an die Nordsee.... Denn es war bekannt was dort ablief

    Salaria8633Salaria8633Vor 29 Tage
    • Hi, Salaria8633! Da hatte deine Mutter Glück. Super!

      WDRWDRVor 29 Tage
  • Ja ,ich war 5 und mit Schild um Hals,wo mein Name draufstand,in Zug in Schwarzwald geschickt.Das war ein großes Haus, vermutlich ehem Gutshaus, von Nonnen geführt ( Grausame alte Vetteln).Nackt in Reihe aufstellen und wurden mit Schlauch abgesprüht. Vor unseren Augen wurden Katzenbabys ertränkt. Dann vielen mir vor Kummer ,fast meine kompletten Haare aus. Hatte langes Trauma davon.Leider weiß ich nicht mehr genau wo ich im Schwarzwald war,meine Eltern sind früh gestorben,kann ich also leider nicht mehr fragen.

    GartenfeeGartenfeeVor 29 Tage
    • Ja,mir glaubte ja keiner.Meine Eltern gehörten noch zu der Generation wo Ärzte die Götter in weiß sind und der Doktor meinte ich sollte zur Kur wegen Untergewicht.Alles ganz tief in meinem Kopf geparkt. Mein ganzes Leben päppele ich schon Katzenwaisen auf, vermute geprägt durch das erlebte. Ich musste das nur 6 Wochen ertragen,die armen Kinder die ihre Kindheit im Heim verbringen müssen.Arme zarten Kinderseelen

      GartenfeeGartenfeeVor 29 Tage
    • Liebe Gartenfee, deine Erinnerungen hören sich schlimm an. Hast du die Geschehnisse eigenständig aufgearbeitet?

      WDRWDRVor 29 Tage
  • Wie lange ging so eine „Kur”?

    Anonym 123Anonym 123Vor 29 Tage
    • @Maria Meier meine auch 6 Wochen

      Coco MaurerCoco MaurerVor 28 Tage
    • meine sechs Wochen

      Maria MeierMaria MeierVor 29 Tage
  • Ich war etwa 1963 mit ca. 4 Jahren in so ein Heim in Ruhpolding gebracht worden. Glücklicherweise zusammen mit meiner zwei Jahre älteren Schwester. An strenge Regeln kann ich mich auch dunkel erinnern, vor allem, dass ich zum Käse essen gezwungen wurde. Hat nicht so ganz funktioniert und bis heute esse ich keine Käsebrote oder sowas. Ich durfte ab und zu mit meiner Schwester zusammen sein, was mich sicher vor einigen psychischen Schäden bewahrt hat. Erinnern kann ich mich nur an Spaziergänge in der bergigen Gegend, also eher die schönen Dinge. Alles andere hat keinen Platz in meinem Unterbewusstsein eingenommen. Trotzdem habe ich es als schwieriges Ereignis empfunden und hätte sowas meinen beiden Kindern nie angetan. Ich hatte aus anderen Gründen mal eine Therapiezeit nötig, da bin ich aber nicht so weit zurück geführt worden. Schwere Erlebnisse ab meinem 16. Lebensjahr bis zur Gegenwart konnte ich innerhalb von drei Monaten loslassen und habe viel dabei gelernt. Der wichtigste Teil ist für mich der offene Umgang mit diesen Angelegenheiten vor allem vertrauenswürdigen Menschen gegenüber. Licht ins Dunkel bringen, dann werden die Ängste schon deutlich kleiner. Viel Erfolg bei der Aufarbeitung! Manfred

    pdm1959pdm1959Vor Monat
    • Hi, pdm1959! Danke, dass du deine Geschichte mit anderen User*innen und uns teilst. Toll, dass es dir heute besser geht.

      WDRWDRVor 29 Tage
  • Claudia, liebe Schwester, ich bin 60 und musste wieder weinen, denn meine GANZE Kindheit war eine große lange Verschickung...

    hetrysja hetrysjahetrysja hetrysjaVor Monat
    • @WDR Danke ! Bin gerade am Verarbeiten.... liebe Grüße WDR :)

      hetrysja hetrysjahetrysja hetrysjaVor 29 Tage
    • Hi, hetrysja! Wir wünschen dir alles Gute.

      WDRWDRVor 29 Tage
  • Wir DDR-Kinder, die dieses als "Kur" erfahren mußten, waren ja meistens wohl die eh schon Sensibelchen in der Gesellschaft, und damit wurde unsere Seele wohl noch zusätzlich gestört...zudem hat mir allerdings das Thema "Babys in die Krippe" noch mehr seelischen Schaden angerichtet, wahrscheinlich, weil ich auch jünger war. Jetzt mit 40 Jahren ist es mir als solches erst bewußt geworden, was man uns mit diesen Einmischungen bis hinein in den familiären Kreis angetan hat, der Verbindung zu den Eltern, wie sie damit zerstört wurde, und wie das Mißtrauen zu den "Herrschenden" und allen ihren Handlangern dadurch geblieben ist...kann ja wohl keiner verdenken....das und so viele andere Dinge sollte man mal in die Meinungsbildung heute mit integrieren und nicht verachten...

    Marita NazarenusMarita NazarenusVor Monat
  • Bei mir war es ähnlich. Als 6 jährige musste ich 1968 einige Wochen in „Erholung“ auf den Schauinsland bei Freiburg. Es war furchtbar und meine Mutter hatte keine Ahnung, dass ich nachts nicht aufs Klo durfte und stundenlang vor dem Teller sitzen musste, wenn ich etwas nicht mochte. Einmal wurde ich auch ins Gesicht geschlagen, weil ich nachts doch einmal aufs Klo geschlichen bin. Dazu kam noch das Heimweh. Andere Kinder bekamen Päckchen. Meine Mutter konnte sich das nicht leisten. Bin selber noch erstaunt, dass ich noch so viele Dinge von dort weiß und wie weh das immernoch tut.

    Helga SabineHelga SabineVor Monat
    • @WDR ja zum Teil. Meine Mutter war gehörlos und hatte drei kleine Kinder alleine groß zu ziehen, da mein Vater starb, als ich 6 war. Sie hatte genug eigene Sorgen und war genauso hilflos wie ich. Vieles habe ich doch für mich behalten und nicht erzählt. Als Kind in dieser Zeit hat man diese Strafen hingenommen. 😢

      Helga SabineHelga SabineVor 29 Tage
    • Das klingt nach einer traumatisierenden Zeit, @Helga Sabine. Hast du mit deiner Mutter anschließend darüber geredet?

      WDRWDRVor 29 Tage
  • Ich war zweimal verschickt gewesen.habe nur schlechte Erinnerungen,wir mussten alle splitternackt vor den Erwachsenen unter einer Höhensonne stehen. Bekam ich von zu Hause ein Päckchen dann würde es mir garnicht erst gegeben,sondern gleich unter den anderen Kindern verteilt. Briefe wurden vorher gelesen und im Zweifel entsorgt.

    Martina RozykMartina RozykVor Monat
    • Hi, Martina! Wie schlimm...

      WDRWDRVor 29 Tage
    • Ohjee... Das tut mir wirklich sehr leid... 😔

      Blyat BruhBlyat BruhVor 29 Tage
  • 1974 Bad Rothenfelde/Stade: Sie haben mich als Geistig Behindert abgestempelt. Man hat mich immer wieder in Dunkelkammern eingesperrt wenn diesen Pinguinen etwas missfiel. Selbige haben sich auch immer wieder an mir Vergriffen und auch öfters diese "Las mal mit dein süssen Lolli spielen" in diesen seltsamen Badezimmer gemacht. In dem Gebäude war ein Saal mit einen Stuhl der aussah wie für einen König geschaffen, so extrem Pompös und Prunkvoll wie man es von diesen Christengelumpe eben halt kennt, in dem ich mich immer zu Versteckten versuchte. Mehr weiss ich kaum noch - Verdrängungseffekte. War wahrscheinlich ein grossteil der Zeit in einer Dunkelkammer. Habe immer in den Bereichen Adolfs Euthanasie dessen folge erscheinungen, der Inquisition und Hexenverfolgung und solchen Themen versucht etwas herauszufinden weil eben dieses widerliche Heuchlerische Christengelumpe (diese ekeligen Pinguine) daran beteiligt waren und erfahre jetzt erst das sich die Angelegenheit "Verschickung" nannte. Ich hege bis heute einen Unendlichen Hass und im gleichen Zuge bei jeder Begegnung mit solch Schwarz Maskierten Pinguinen unendlich viele Ängste vor und gegen diese Inquisitorische Kindervergewaltiger Organisation.

    Yo24hua PrimeYo24hua PrimeVor Monat
    • ​@WDR Ich steh immer noch im Konflikt mit gewissen Verdrängungseffekten. Ängste und Hass Emotionen gegen das Religiöse Organ dessen Namen ich nur in Form von Gewaltausdrücken zu vermitteln mag. Das merkwürdige ist das ich, ohne es wissentlich herausfordere, fast immer nur auf die Schrecklichen Darstellungen des Mittelalters stosse (Inquisition, Ketzer Verfolgung, ... ). Hasse es zu Hassen das ich es Hassen tue - Verdreht, ich weiss. _“Ich verstehe es nicht - dennoch bin ich mir bewusst - die gesamte aufgezeichnete Geschichte zeigt es - jenes Lebewesen so gutmütig und dennoch stetig mit Hass gefüllt - ist unvermeidbar - nur so kann das ganze verstanden werden - es gibt kein Hass und auch keine Gutmütigkeit - ein Pfad ist nicht richtig und auch auch nicht falsch - es gibt diesen unterschied - nicht - doch scheint es da zu sein”_ [3741yafai/dammar]. Nur derjenige der Wissend genug ist, wird diese Verdrehte Weisheit erkennen können.

      Yo24hua PrimeYo24hua PrimeVor 24 Tage
    • Hi, Yo24hua Prime, danke, dass du das mit uns und der Community teilst. Es hört sich wirklich grauenvoll an. Hast du Tipps, wie du die Geschehnisse aufgearbeitet hast?

      WDRWDRVor 29 Tage
    • Unvorstellbar....das klingt einfach nur grausam.

      murphy85100murphy85100Vor Monat
  • Oh,man so viele. Kinderseelen kaputt gemacht . Ich bin auch ein Verschickungskind mein Trauma begann mit 4j Jahren und ging ,mit kurzen Pausen bis 14 war immer zum zunehmen .und Zwang zum Essen was mich bis heute begleitet .Mich hat das Krank gemacht und unmitansehen Baustellen

    sabine gajskisabine gajskiVor Monat
  • Und heute machen sich die Mütter Vorwürfe wenn Sie ihre Kinder mal anschreien 🙈

    Miss AnonymMiss AnonymVor Monat
  • Echt traurig 😕😕😕😕😕😕😔😔

    Xoxo XoxoXoxo XoxoVor Monat
  • Wie schrecklich! Und aus heutiger Sicht unvorstellbar, dass Ärzte so etwas zur Erholung verschrieben haben und dass Eltern dachten, das sei eine gute Idee. Mein tiefstes Mitgefühl allen, die so etwas als Kinder erleben mussten! Bei den dokumentarischen Aufnahmen wird mir ganz anders. Ich wünsche allen Betroffenen, dass sie Gehör finden und ihre Verletzungen heilen können.

    Anna ApfelsinaAnna ApfelsinaVor Monat
    • Hi, Anna! Danke für die lieben Worte.

      WDRWDRVor 29 Tage
  • Ich wurde auch verschickt!Ich hatte es an den Bronchien, aber das wusste ich damals nicht!Ich war sieben Jahre alt und wurde in das Kinder Solebad Bad Friedrichs Hall gesteckt!1973,wenn jemand dort war so im Okt/nov/dez ,bitte melden!Auch die Strafen waren ähnlich ...furchtbare Alpträume hatte ich bis ins Erwachsenen Alter!

    Marion MaierMarion MaierVor Monat
    • @WDR danke für diese Antwort!

      Marion MaierMarion MaierVor 29 Tage
    • @egal egal ich danke dir😘

      Marion MaierMarion MaierVor 29 Tage
    • Viel Kraft weiterhin beim Verarbeiten dieser Erinnerungen, Marion.

      WDRWDRVor 29 Tage
    • Ich wünsche dir alles gute:(((

      egal egalegal egalVor 29 Tage
  • Das kenne ich auch. Ein einziger Albtraum. Mit 7 Jahren "verschickt" worden, irgendwo im Schwarzwald. 6 Wochen lang. Nicht eine einzige positive Erinnerung. Mittagsschlaf immer in einer Art Wintergarten auf Matratzen mit jeder Menge Spinnweben. Daran kann ich mich noch erinnern.

    Honey MoonHoney MoonVor Monat
    • @Sabine Wissner Ich weiss nucht mehr wie der Ort hiess, aber die Betreuerinnen hiessen Erika und Anna.

      Honey MoonHoney MoonVor 29 Tage
    • Im Schwarzwald war ich auch , der Ort hieß Allerheiligen, 6 Wochen Horror .......

      Sabine WissnerSabine WissnerVor 29 Tage
  • So viel zum Thema: "Früher war alles besser" Man kann den Menschen aus diesen Zeiten nicht mal einen Vorwurf machen. So haben sie es selbst vorgelebt bekommen und so war eben der Umgang mit Kindern und miteinander. Sie haben ihre Kinder deshalb nicht weniger geliebt und wollten auch einfach nur das Beste für sie. Wie alle Eltern, zu jeder Zeit und überall auf der Welt. Jede Generation macht ihre eigenen Fehler.

    Da WiDa WiVor Monat
    • @AstiLp_Lbs da geb ich dir vollkommen recht. Einzig positive, heute kann man über seine psychischen Probleme reden ohne abgestempelt zu sein. Bis zur Jahrtausendwende haftete dem Aufsuchen von Psychotherapeuten oder Psychiatern noch ein Stigma an.

      Da WiDa WiVor 21 Tag
    • Früher war nicht alles besser aber heute ist es auch scheiße. Leistungsdruck sodass man teilweise mit 12 oder 13 einen burnout hat und das thema gewalt in der erziehung wird auch immer bestehen bleiben. Klar damals gab es schreckliche dinge die getan wurden aber ich denke die haben sich im laufe der zeit nur verwandelt. Die zahl der psychisch erkrankten bleiben gleich und das zeigt mir dass sich die probleme nur verändern.

      AstiLp_LbsAstiLp_LbsVor 22 Tage
  • Mit 4 Jahren. Um Gottes Willen. Ich möchte nicht wissen wie viele Kinder gedacht haben sie sehen ihre Familie nie wieder 😢

    Rehlein 1800Rehlein 1800Vor Monat
  • Wie kommt man denn auf die Idee dass das alles eine gute Idee war? Ich könnte meinen Kindern sowas nie antun, ganz egal wie viele oder welche Ärzte das für "gut heißen". Niemals!! Was für eine furchtbare Zeit, um Kinder groß zu ziehen

    mamanaturaemamanaturaeVor Monat
    • Damals war man der meinung das hilft. Die ärzte waren sich einig dass das was bringt ganz einfach so ist das. In 50 jahren werden wir auch auf das jahr 2020 zurück gucken und uns manchmal fragen was die sich dabei gedacht haben.

      AstiLp_LbsAstiLp_LbsVor 22 Tage
  • Ist eigentlich gut gemeint gewesen aber nicht zum Wohle der Kinder

    Lisa MahringerLisa MahringerVor Monat
    • Nein, es ging nicht um die Kinder, die Mütter sollten entlastet werden.

      Li LiLi LiVor 21 Tag
  • Schrecklich!!!

    daniela Hurnidaniela HurniVor Monat
  • meine Mutter ist gestorben als ich sechs Jahre alt war und verschickt wurde ich mit sieben. Gepaart mit anderen Verlusten hat das alles schon Spuren hinterlassen. Das Gefühl im Heim war schon wie Gefängnisinsasse - das war 1973. Nicht telefonieren, schreiben müssen, aber die Briefe wurden zensiert - man durfte nicht schreiben, dass man Heimweh hat. Hat man es doch getan, wurde der Brief weggenommen und man musste neu schreiben. Wir haben alle die Tage gezählt, bis wir wieder heimdurften.

    Maria MeierMaria MeierVor Monat
    • mein Ehemann hat es auch erwähnt

      EVE S.EVE S.Vor 26 Tage
    • @Sandra Giese Sehr gut!

      Schnick Schnack SchnuckSchnick Schnack SchnuckVor 27 Tage
    • In der DDR auf Kur war es kein Deut besser... Ich lasse die Vergangeheit einfach los. Ich lebe nach Möglichkeit nur noch im Jetzt.

      Sandra GieseSandra GieseVor 27 Tage
    • Hi, Maria! Danke, dass du deine Erlebnisse mit uns teilst. Viel Kraft weiterhin.

      WDRWDRVor 29 Tage
    • Man kann sich das gar nicht vorstellen. Es tut mir von Herzen leid daß du sowas durchmachen musstest.

      murphy85100murphy85100Vor Monat
  • Mann, was sind das für Eltern??! Und was soll das denn für eine Kur sein?? Schrecklich. Ich könnte meine Tochter nie solange irgendwo lassen.

    KawaMizuKawaMizuVor Monat
    • Ich glaube nicht, dass die Eltern den Kindern etwas böses wollten - die haben auf die Ärzte gehört und es waren andere Zeiten...so habe ich es jedenfalls empfunden.

      Maria MeierMaria MeierVor Monat
  • Will jetzt keiner hören aber das ist für mich typisch deutsch das ist sowas von herzlos, Wahnsinn !

    Hijab HijabHijab HijabVor Monat
    • Das möchte tatsächlich niemand hören. Und ich frage mich, wie man so etwas Verletzendes schreiben möchte? Dass dieses Klischee-denken denn kein Ende nimmt...

      Huda Kristall313Huda Kristall313Vor 8 Tage
  • "Kinderverschickung" was für ein schreckliches Wort😥Es bricht mir das Herz, diese kleinen Kinderseelen.Ich musste zu DDR Zeiten mit 5Jahren 6 Wochen zur Kur fahren.Es war sehr schlimm und ich habe lange darunter gelitten.Übernachten woanders war danach undenkbar.Meiner Mama fiel der Abschied aber schwer aber ich war oft krank und die Kur ärztlich angeordnet.Ich bekam immer Karten von zu Hause.Ich leide heute an einer Angststörung, ob sie darauf zurückzuführen ist, weiß ich nicht.

    SannieSannieVor Monat
    • Danke für deinen Kommentar. Hast du deinen Eltern nach der "Kur" von deinen Ängsten erzählt?

      WDRWDRVor 29 Tage
  • Unfassbar. Ich bin wütend 😡 Diese Verbrecher werden gewiß ihre gerechte Strafe erhalten!

    JotterJotterVor Monat
    • Wen willst du damit belangen, es ist längst verjährt.

      Li LiLi LiVor 21 Tag
  • Ich war 1964 in Brilon, in einem solchen Heim. Mit gerade 5 Jahren und völlig überfordert mit dieser Situation. Ich erinnere mich noch daran, wie meine Oma mich zu Fuß zum Bahnhof brachte und mich dort in den Zug setzte, mit ganz vielen ebenso verängstigen und verstörten Kindern. Auf dem Weg dahin hab ich meine Oma noch gefragt, warum ich denn in Urlaub muss und warum Mama und Papa nicht mit kommen. Weil sie keine Zeit hätten und ich aussehe wie „ Käse, Milch und Spucke“ . Ich war fünf... und allein in der Bahn mit Fremden, auf dem Weg zu einem Ort, den ich ich kannte. Brilon war ein schrecklicher Ort mit noch schrecklicheren Menschen. Strafen wegen nicht Aufessen oder weinen waren an der Tagesordnung. Ich weiß noch wie ich fast jeden Morgen, nach durchweichter Nacht entsetzt auf mein durchnässtes Bett gestarrt habe, weil ich wusste was ich jetzt wieder zu erwarten hatte. STRAFE wegen Einnässen. Wie ich versucht habe es immer wieder zu vertuschen. Ich war erst fünf Jahre

    Lisa HöringLisa HöringVor Monat
    • Hi, Lisa! Sehr stark von dir, dass du diese persönliche und schlimme Erfahrung mit der Community teilst. Geht es dir heute gut?

      WDRWDRVor 29 Tage
  • Ohne Worte 💔

    Pikachu 08Pikachu 08Vor Monat
  • Ich war auch als noch sehr kleines Kind in Wyk auf Föhr. Ich kann mich nur Bruchstückhaft daran erinnern, aber an das was ich mich erinnere ist nicht schön. Ich wahr Zeitgleich mit meinem älterem Bruder dort. Und was er mir so alles noch erzählt hat klingt nicht fröhlich. Ich soll dort viel geweint haben und kann mich an die sehr harsche Tante da erinnern. Und eine Sache hat sich sehr stark in meinem Gedächtnis eingebrannt. Ein anderes Kind hat mich mehrmals mit Essen beworfen. Als ich mich dann revanchiert habe wurde das bemerkt und trotz Hunger und knurrendem Magen wurde ich bestraft. Ich musste ohne Essen zu Bett, viel früher als alle anderen und ich durfte auch nicht wieder raus. Wie ein gefangener wurde man dort behandelt und im allgemeinen grenzt das was dort ablief an Kindesmisshandlung! Und das auch noch staatlich gefördert!

    VlogCacheVlogCacheVor Monat
    • Mein größtes beileid. Aber jetzt mal ne andere frage denkst du es ist okay menschen zwangseinzuweisen? Ich gebe zu bei manchen menschen ist das notwendig damit sie sich und andere nicht gefährden aber bei vielen muss ich sagen dass es unnötig ist. Jede generation macht ihre fehler!

      AstiLp_LbsAstiLp_LbsVor 22 Tage
  • Die Kinderverschickungen gab es in der DDR noch bis in die späten 80er Jahre. Und ich leide bis heute darunter und habe eine posttraumatische Belastungsstörung davongetragen. Ich bin daher seit meiner Kindheit in Therapie. Alle erdenklich schlimmen Grausamkeiten (außer sexueller Gewalt) wurden mir dort angetan. Sodass ich bereits im Kindesalter stark anorektisch war. Nicht weil ich dünn sein wollte, sondern ich Angst vor dem Essen hatte... Fakt ist, dass die Erzieher von damals heute wegen Kindesmisshandlung im Gefängnis säßen. Ich möchte nicht ins Detail gehen aber dort wurde mir etwas genommen - mein Urvertrauen und meine Unbeschwertheit. Das Heim war selbstverständlich "rot" und alle auffindbaren Papiere u. Dokumente wurden nach der Wende vernichtet. Dennoch ist es mir gelungen, das Heim (jetzt eine geschlossene Psychiatrie...Welch Ironie!) ausfindig zu machen. Ich habe sehr lange mit einer sehr netten Sekretärin telefoniert und sie meinte, ich wäre nicht die erste, die von schlechten Erfahrungen berichtete.

    Sanft MutSanft MutVor Monat
    • @Schnick Schnack Schnuck Ja, inneres Kind find ich auch wichtig. ❣ Danke, für deine Offenheit und den Austausch. So paradox find ich das gar nicht, wir haben dadurch wahrscheinlich besonderes Feingefühl entwickelt.

      Sanft MutSanft MutVor 18 Tage
    • Das ging sogar bis Ende 99. Mich hatte es auch noch erwischt. Ebenfalls ehemalige DDR.

      Bla BlaBla BlaVor 18 Tage
    • @Simone Kirschke Dankeschön 💕

      Schnick Schnack SchnuckSchnick Schnack SchnuckVor 28 Tage
    • @Sanft Mut Ich hab auch viele Trigger ähnlicher Art . Was mir geholfen hat war neben Trauma Therapie " Skills Training " . Und ich hab gelernt , mich gut um mich selbst , vor allem um mein inneres Kind zu kümmern . Nein sagen zu dürfen . Stopp sagen zu dürfen . Halt die Dinge, die mir in der Kindheit verwehrt wurden. Ganz weg bekomme ich meine Persönlichkeitsstörung und die Depressionen wohl nie , dafür sind die Narben zu tief . Aber dank dieser Narben mach ich einen guten Job im psychiatrischen Bereich. Auch wenn es paradox klingt

      Schnick Schnack SchnuckSchnick Schnack SchnuckVor 29 Tage
    • @Marita Nazarenus Familienkarma weiß ich nicht. Ich denke , es ist- in meinem Fall - das Schicksal der Kinder der Nachkriegs Generation. In meiner Familie gab es Gauleiter usw. Meine Eltern wurden selbst mit sehr viel Härte und Gnadenlosigkeit erzogen. Was nur eine Erklärung, keinesfalls eine Entschuldigung sein soll . Gefühlt bin ich auch in den Krieg gezogen . Ich hab selbst 3 Kinder , die sehr frei und zwanglos aufwachsen . Das ist mir unglaublich wichtig. Mein Therapeut sagte zu mir , dass das der Punkt ist , an dem der Teufelskreis durchbrochen wird . Und wenn das das einzig gute ist, was ich in meinem Leben schaffe , dann reicht mir das . 3 sensible , feinfühlige , emphatische Menschen mehr auf dieser Welt, die ihre Kindheit nicht " im Krieg " verbracht haben.

      Schnick Schnack SchnuckSchnick Schnack SchnuckVor 29 Tage
  • War ich auch. Mein Mann im gleichen Heim. Am Tegernsee. Kinderheim Schafsstatthof! Das war echt die Hölle! :-( In den 70er ... Mein Mann hat wohl rebelliert und wurde wochenlang unter Beruhigungsspritzen in der Krankenstation abgelegt. Wir durften nicht zuhause anrufen, die Eltern 1x die Woche und nur unter Aufsicht. Sind Pakete gekommen, wurden diese Einbehalten und unter allen verteilt?! Konnte ja keiner nachprüfen. Morgens nackt mit Gartenschlauch abgespritzt. Aber mal schön jeden Sonntag in die Kirche getrieben worden. Nachts durften wir nicht aufs WC, wurden wir erwischt, mussten wir die ganze restliche Nacht im Flur ohne Decke und Kissen auf der harten Holzbank liegen... :-(

    jutta vierschjutta vierschVor Monat
    • @Kristina Lisa in den 70er war das irgendwie noch so. Keiner hat sich daran gestört. Wir sind die Nachkriegsenkel, eine Ohrfeige und andere Züchtigungen waren da noch an der Tagesordnung. Auch wussten die Erwachsenen meistens nicht mal selbst mit sich umzugehen. :-( Gott sei Dank hat es sich ja schon verändert. .-) Auch ich arbeite mit Kindern und Erwachsenen auf der mentalen Ebene und wurde vor 3 Jahren darüber noch belächelt. Aber irgendwann muss jemand damit anfangen! :-) www.hundeenergie.de Jutta Viersch

      jutta vierschjutta vierschVor 29 Tage
    • Das ist ja ein Wahnsinn, tut mir leid, dass du sowas erleben musstest- ich hoffe, dass du das mittlerweile alles verarbeiten konntest und glücklich bist❤️

      Kristina LisaKristina LisaVor 29 Tage
    • Ist das furchtbar!!! Ich war selbst im heim, dort war es schön

      Gesichts KrapfenGesichts KrapfenVor Monat
    • kenn ich..."haus schönsicht" Berchtesgaden ...auch ein grund warum ich nazis hasse

      Bad ExampleBad ExampleVor Monat
    • 😪☹

      WDRWDRVor Monat
  • Wow... Mensch, ich war auch dort!!! Ich wusste nicht dass es vielen anderen auch so ging... 😱 Ich war schon in der Schule und habe es auch besser begriffen und auch wurde mir das Ganze vorher erklärt. Ich hatte sehr oft Bronchitis und Lungenentzuendungen, daher kam ich dorthin. Ich glaube es waren 6 Wochen, doch ich erinnere mich nicht mehr genau wie lange... And alles andere erinnere ich mich aber schon, die Strafen, der lieblose Umgang und dass Briefe kontrolliert wurden. Ich habe dann verschiedene Farben benutzt um mich in den Briefen aus zu drücken. Das einzige Gute war das Essen und das Meer und der Strand...

    Beate EppBeate EppVor Monat
    • Das tut uns aufrichtig leid zu hören, Anna Barbara!

      WDRWDRVor 29 Tage
    • War 1968 6 Wochen im Borntal in Bad Sachsa. Habe jeden Tag viel geweint. Danach hatte ich mit meinen Eltern abgeschlossen. Hatte nie mehr Heimweh.

      Anna BarbaraAnna BarbaraVor 29 Tage
    • Puhh das Erlebte war nicht gut aber , dann komme mal ins ins Kinderheim für Behinderte

      U. SchillerU. SchillerVor 29 Tage
    • Vielen Dank für deine Offenheit, Beate Epp! Wir wissen es sehr zu schätzen, dass du deine Geschichte mit uns teilst und bedauern sehr, dass du so etwas Schlimmes durchmachen musstest. Wahnsinn, dass du deine eigene Ausdrucksweise in Briefen an deine Liebsten entwickelt hast.

      WDRWDRVor Monat
  • Man kann sich nicht vorstellen, wie schlimm das für ein Kind sein muss! Mein Papa wurde als Kind auch weggeschickt in Kur. Als er nach langer Zeit wieder abgeholt wurde, hat er zu seiner Mutter gesagt: "Ich dachte, ihr wolltet mich nicht mehr." Es war ganz schlimm für Ihn dort.

    Melina FuchsMelina FuchsVor Monat
    • Ich war mit 5 Jahren allein auf Norderney.Mein Vater hat mir auch versprochen, dass er mich jeden Tag besucht...Ich sollte auf der Kur zunehmen, das Gegenteil war der Fall, ich bin noch dünner geworden.Bekam dann noch Masern und wurde sozial isoliert.Trauma bis heute...

      Petra StützerPetra StützerVor Monat
    • Das tut uns furchtbar leid zu hören, Melina Fuchs! 😔

      WDRWDRVor Monat
  • Unfassbar 🤯🥺 Da muss man echt stark sein ...

    Antonia xxxAntonia xxxVor Monat
    • Oh ja, auf jeden Fall, Antonia xxx! Das war eine grausame Erfahrung für die Kinder..

      WDRWDRVor Monat
  • Och Gott 😰 sowas ist einfach mega schlimm!

    Der Reithof WiesentalDer Reithof WiesentalVor Monat
    • Auch wir sind darüber zutiefst entsetzt und traurig, Der Reithof Wiesental! 😥

      WDRWDRVor Monat
    • Finde ich auch

      Nicogerman HDNicogerman HDVor Monat
DEhave