Krupp Kliniken - Ein Stück Medizingeschichte | Heimatflimmern | WDR

14 Mär 2021
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"In welche Klinik gehst du denn?" ist wohl der erste und häufigste Satz, wenn eine stationäre Krankenbehandlung ansteht. Nur wenige genießen den Ruf, Spitzenmedizin zu bieten. In Essen zieht es Patientinnen und Patienten seit 150 Jahren zu Krupp. Wie kommen die Kruppschen Kliniken zu ihrem guten Ruf?
1870 ließ Alfred Krupp auf dem Gelände seiner Gußstahlfabrik ein Lazarett errichten - ursprünglich für die Verwundeten des Deutsch-Französischen Krieges. Für seine rasant wachsende Fabrik benötigte er bald ein eigenes Krankenhaus. Immer mehr Kranke und Schwerverletzte aus den Werken mussten versorgt werden - doch die medizinischen Möglichkeiten waren extrem begrenzt.
Schon früh zeigte sich die Begeisterung Krupps für die neuste Technik und den medizinischen Fortschritt. 1896 schaffte das Unternehmen den ersten Röntgenapparat für das Werkskrankenhaus an. So entwickelte sich um die letzte Jahrhundertwende ein komplexes Gesundheitssystem aus Krankenpflege, Geburtskliniken, Heilbädern und Erholungshäusern. In einer Stadt, die von der Industriellen Revolution überrollt wurde und die selbst erst 1909 ein eigenes Krankenhaus stellte, war man als Kruppianer geradezu privilegiert.
Nach dem ersten Weltkrieg standen die Kruppschen Krankenanstalten allen Essenern zur Verfügung und wurden zum zweitgrößten Haus der Region - bis zur völligen Zerstörung durch Bombenangriffe 1944. Doch die Idee hatte Bestand: Das Unternehmen baute die Krankenanstalten wieder auf.
Der gute Ruf der Kliniken hält sich bis heute. Nicht nur aus Essen, sondern aus ganz Deutschland kommen die Patientinnen und Patienten, um bei renommierten Ärztinnen und Ärzten spezielle Behandlungen zu erhalten - in einem Haus mit einer einzigartigen Geschichte.
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Ein Film für Heimatflimmern von Marius Möller.
Dieser Film wurde im Jahr 2021 produziert. Alle Aussagen und Fakten entsprechen dem damaligen Stand und wurden seitdem nicht aktualisiert. Heimatflimmern ist ein Doku-Format, das spannende Geschichten aus dem Bundesland NRW erzählt.
#Krankenhaus #KruppKlinik #Heimatflimmern #Klinik

KOMMENTARE
  • Nach welchen Kriterien entscheidet ihr euch bei einer bevorstehenden OP für ein Krankenhaus?

    WDRWDRVor Monat
    • Mordernität, Erfahrungen, und die nähe zu meinem Zuhause.

      Marie KMarie KVor 26 Tage
    • Mir ist wichtig, dass das Krankenhaus nicht maßgeblich von Unterstüzern der Nazis finanziert und betrieben wurde bzw. wird. Anscheinend scheint man mit dem Namen "Krupp" so überhaupt kein Problem zu haben.

      Jhns JhnsJhns JhnsVor Monat
    • Und bitte fügen Sie dem Video russische Untertitel hinzu

      Dmitry AlexDmitry AlexVor Monat
    • Vielen Dank ,dass Sie diese große Krupp-Dynastie nicht vergessen,die viel für ihr Land,Deutschland und für ihre eigenen Arbeiter Geschäfte,Schulen,Pflegeheime, Krankenhäuser, Kindergärten für die Kinder der Arbeiter des Konzerns gebaut hat ... danke, dass Sie diese Krupp-Dynastie nicht vergessen....und vor allem Alfred Krupp

      Dmitry AlexDmitry AlexVor Monat
  • Wirklich eine richtige gute Doku. Selten so gespannt bis zum Ende geschaut. Respekt zur Redaktion und selbstverständlich vielen Dank an das ganze Personal des Krankenhauses.

    Zombatar 537Zombatar 537Vor 10 Tage
  • Ein Beispiel wie es immer sein sollte.

    Peter LustigPeter LustigVor 14 Tage
  • @WDR Der Krieg 1870/71 war kein Krieg zwischen Preußen und Frankreich. Es war eine militärische Auseinandersetzung zwischen Frankreich einerseits und dem Norddeutschen Bund unter der Führung Preußens sowie den mit ihm verbündeten süddeutschen Staaten Bayern, Württemberg, Baden und Hessen-Darmstadt andererseits. Ohne die verbündeten Staaten auf deutscher Seite, wäre wohl nie das deutsche Kaiserreich entstanden.

    Benedetto ausGEBenedetto ausGEVor Monat
  • Hi

    Ilona HarassIlona HarassVor Monat
    • Hallo

      WDRWDRVor Monat
  • Na der Alfred wußte halt, wie er seine Arbeiter schnell wieder an die Arbeit kriegt. So ist das wenn man zum Humankapital gehört.

    Benedetto ausGEBenedetto ausGEVor Monat
    • Leider nein (selber mehrfach Patient im Krupp-Krankenhaus gewesen); diese These ist zu kurz gegriffen. Es gab damals so viele "potentielle Arbeitnehmer auf dem "Arbeitsmarkt", dass Herr Krupp - die viele "nur un- oder angelernten" Arbeitnehmer*innen nach einem Unfall -ohne sich weiter um sie zu kümmern- problemlos durch neue Arbeitskräfte hätte ersetzen können. Aber "die Eisen- und Stahlindustrie" bzw. Bergwerke erforderten in einem zunehmenden Maße "qualifiziertes" und - loyles Personal. Außerdem war er so weitsichtig, dass er die "Nöte der Arbeiter*innen", die sich zunehmend gewerkschaftlich bzw. in Parteien organisierten, um für ihre Rechte einzutreten, erkannte, und ihm die langfristige "Bedrohung" der parlamentarisch-marktwirtschaftlichen Gesellschaftsordnung -besonders durch den Kommunismus, immr stärker bewußt wurde (sieh auch die Bismarksche Sozialgesetzgebung). So kümmerte er sich auch um die Schaffung von Wohnraum (Margarethe Krupp Siedlung, eine Initiative seiner Frau) und die "Kruppschen Konsum-Läden (günstige Lebensmittel; nutzbar nur für seine Mitarbeiter*nnen). Und dann wird bei ihm -wie hier im Ruhrgebiet, gerade im Bergbau typischer (selber eine kfm. Ausbildung in einem RAG-Betrieb gemacht) Sozial- bzw. Sozialgedanke eine Rolle gespielt haben, die davon geprägt ist, dass "man zusammen steht.

      Markus FelbeckerMarkus FelbeckerVor 3 Tage
  • Also zu den Krupp Krankenhäusern habe ich eine sehr negative Einstellung, meine Mutter war 2 mal dort gewesen und 2 mal war der Aufenthalt die reinste Katastrophe! Keine richtige Versorgung hat statt gefunden, dann war das Personal total überlastet und dementsprechend nicht freundlich und Aufnahme fähig. Es waren so viele Dinge die das ganze sehr unangenehm gestaltet haben. Danach war niemand mehr aus unserer Familie dort und was soll ich sagen, alles war ein Stück entspannter und besser in anderen Kliniken.

    Vorname NachnameVorname NachnameVor Monat
    • Überlastet woran liegt das wohl? Akuter Pflegemangel.

      Marie KMarie KVor 26 Tage
    • @Vorname Nachname Chefarzt* ;)

      Peter NichtlustigPeter NichtlustigVor Monat
    • @Peter Nichtlustig ok, Herr Chef Arzt.

      Vorname NachnameVorname NachnameVor Monat
    • @Benedetto ausGE Das ist nicht möglich. Wie ich bereits schrieb, bei vielen tausend Patienten, läuft bei ein paar immer was falsch. Kann sein, das ist aber nicht das wichtigste bei einem Klinikaufenthalt. Außerdem schreibt der Kommentareschreiber was von "schlechter Versorgung". Das kann ein Laie kaum beurteilen ;)

      Peter NichtlustigPeter NichtlustigVor Monat
    • @Peter Nichtlustig Was gibt es denn da differenziert zu betrachten ? In einer Klinik sollten doch wohl alle Patienten gleich gut behandelt werden, oder sehe ich das falsch. Ob man sich in der Klinik wohl fühlt oder nicht, hat wohl weniger mit dem medizinischen Wissen des Patienten, sondern mehr mit der Art und Weise zu tun, wie das Personal mit einem umgeht.

      Benedetto ausGEBenedetto ausGEVor Monat
DEhave