Steuerungerechtigkeit - Zwei Alleinerziehende wehren sich | Frau TV | WDR

19 Mär 2021
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Ob verwitwet oder getrennt lebend: Wer alleinerziehend ist wird vom Fiskus steuerlich bestraft. Sie werden nicht als Familie eingestuft und daher wie Singles besteuert. Alleinerziehende und Verwitwete sind meistens Frauen. Besonders tragisch ist, wenn sie nach der Trennung oder dem frühen Tod des Partners Kinder noch groß ziehen müssen, aber vom Staat dafür abgestraft werden. Der Staat entlastet Ehen, ob mit oder ohne Kinder. Sie gelten als Familien im Steuerrecht und werden deshalb vom Staat finanziell belohnt. Viele Alleinerziehenden und ihre Kinder werden seit der Adenauerzeit unverändert benachteiligt. Dagegen wehren sich immer mehr Alleinerziehende. Wir sprechen mit zwei Frauen, die sich damit nicht abfinden wollen. Katrin Reese und Reina Becker kämpfen gegen die Steuerungerechtigkeit in diesem Land und die Tatsache, dass nach wie vor nur Verheiratete finanziell belohnt werden.
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Ein Beitrag für Frau TV von Klaus Kuderer.
Dieser Film wurde im Jahr 2021 produziert. Alle Aussagen und Fakten entsprechen dem damaligen Stand und wurden seit dem nicht aktualisiert.
#Steuer #Alleinerziehend #FrauTV #Steuergerechtigkeit #Steuerungerechtigkeit

KOMMENTARE
  • Wie steht ihr zu der steuerlichen Situation von Alleinerziehenden und Verwitweten?

    WDRWDRVor Monat
    • Als erstes stehe ich dzau dass der Beitrag irreführend und falsch ist. Niemand zahlt 42% Steuern. Das ist ein Grenzsteuersatz! Dieser fällt nur für Beiträger über 55.000 Euro an, für das Einkommen darunter gilt mit Freibeträgen ein Durchschnittssteuersatz von ca. 26%.

      Gunnar Jupp von Bohlen und KruppGunnar Jupp von Bohlen und KruppVor 10 Tage
  • Ich war auch alleinerziehend- es war nicht einfach aber es ist zu schaffen. Und ich höre immer nur "Mimimi". Alleinerziehend zu sein bedeutet nicht, dem Arbeitsmarkt nicht voll zur Verfügung zu stehen. Wer nichts oder wenig kann, darf auf nichts oder wenig erwarten. Erst die Kombination "schlechte/keine Ausbildung" in Kombination mit "alleinerziehend" führt zu Problemen. Und auch Alleinerziehenden sind Kompromisse zuzumuten. Leider sind es vornehmlich Frauen, die es nicht gewohnt sind, finanzielle Verantwortung übernehmen zu müssen. Die finanzielle Vollversorgung funktioniert nur in mancher Ehe, offensichtlich zu gut. Ist diese vorbei bekommen viele ohne den Mann Probleme. Trotzdem arbeiten gefühlt die Hälfte der Mütter und Ehefrauen halbtags oder gar nicht. Daher muss beim Blick auf Länder, die das besser hinbekommen, das Ehegattensplitting abgeschafft werden, die Elternzeit massiv gekürzt und sämtlicher Komfort für asymmetrische Einkommensmodelle abgeschafft werden. Gleichberechtigung bedeutet Verantwortung zu übernehmen- für sich selbst und die Kinder. Ferner muss Parität bei einer Trennung eingeführt werden. Noch immer sind 90% der Kinder bei der Mutter und der Vater sieht sie eher selten. Männer müssen ermutigt werden, dass sie das schaffen können. Das ist kein Hexenwerk. Und die Kinder sind nicht der Garant für eine finanzielle Vollversorgung der Mutter durch finanziell potente Väter. By the way, die Betreuungssituation ist gut in Deutschland, die Menschen müssen nur davon wegkommen, dass sich der Staat um deren Kita- oder Kindergartenplatz kümmert. Das muss man selbst tun. Rechtzeitig. Es gibt ernsthaft Mütter, die sich beschweren, dass ihr Kind nicht innerhalb von 6 Wochen einen Kindergartenplatz in 600m Entfernung bekommt und dann den Staat kritisiert. Bitte, selbst Verantwortung übernehmen, nicht auf Mama Staat hoffen.

    Ben ChikaraBen ChikaraVor 15 Tage
    • @WDR Danke. Auch wenn man wieder eine Partner*in gefunden hat bleibt man immer noch Papa und Mama in einer Person.

      Ben ChikaraBen ChikaraVor 15 Tage
    • Hi, Ben! Danke, dass du deine Erfahrung mit uns teilst. Es ist toll zu hören, dass du es auch sehr gut alleine schaffst, dich um deine Kinder zu kümmern.

      WDRWDRVor 15 Tage
  • Coole Leute! Wird auch wirklich Zeit!

    Franziska MarieFranziska MarieVor 18 Tage
  • .. und ihr Ehemann hätte 1000 Euro netto weniger im Monat. Nennt sich Ehegattensplitting - und setzt eben einen Ehemann voraus.

    Motte FriedamannMotte FriedamannVor 21 Tag
  • Ich hoffe, dass die mutige Steuerberaterin im Bundesverfassungsgericht gewinnt. Viel Erfolg!

    Darya VarfolomeevaDarya VarfolomeevaVor 23 Tage
    • Wird mutmaßlich nicht passieren, der Gesetzgeber hat bereits in den Urteilen zur Rente, nachehelichen Rentenausgleich und Kinderfreibeträgen durch das BVerfG die Freiheit bekommen die Familie so zu fördern wie es ihm passiert. Da nur gleiches gleich behandelt werden muss und ungleiches ungleich behandelt werden darf, ist es nach bisheriger Rechtsprechung eben so dass die Ehe dem Elternsein steuerlich vorgezogen wird.

      Gunnar Jupp von Bohlen und KruppGunnar Jupp von Bohlen und KruppVor 10 Tage
  • Das ist doch Quatsch, die 1000 Euro mehr im Monat hätte sie doch nur, wenn der Ehepartner, den es gäbe kein Einkommen hätte.

    Daniel SteinbergerDaniel SteinbergerVor Monat
  • Ich denke, ein einfaches, übersichtliches, OHNE Schlupflöcher, Steuerrecht wäre gerechter.....über die Höhe des Steuersatz will ich gar nicht mutmaßen, dafür sollte es Fachleute geben 🌻🌻🌻

    Nini und Mulik Von MosartNini und Mulik Von MosartVor Monat
  • Hier wird ja einiges durcheinander gebracht. Die besteuerung wenn man Kinder hat oder nicht hat nichts damit zu tun, ob die besteuerung nach dem Splittingtarif oder Grundtarif angewendet wird. Wenn man verheiratet ist werden die Gesamteinkünfte auf beide Ehepartner aufgeteilt. Wenn in dem Beitrag gesagt wird, dass die Frau wenn Sie verheiratet wäre nur 35 % Steuern zahlen würde, anstatt 42 % dann nur unter der Voraussetzung das der Ehepartner keine Einkünfte hat. Des Weiteren sollte man darauf hinweisen, dass wenn man einen Höchststeuersatz von 42 % hat, keine 42 % Steuern zahlt. Der Durchschnittssteuersatz wird deutlich niedriger sein. Von so Fehlern wie "Einspruch gegen die Lohnsteuerbescheinigung"(man legt wenn dann Einspruch gegen einen Einkommensteuerbescheid ein, die Lohnsteuerbescheinigung bekommt man vom Arbeitgeber) oder "Lohnsteuerjahresausgleich" (Einkommensteuererklärung) will ich erst gar nicht anfangen. Das man natürlich darüber diskutieren sollte dass Kinder mehr gefördert werden steht natürlich außer Frage. Des Weiteren wird die Frau deutlich mehr Steuerersparnis durch die Kinder haben als die 70 € pro Monat aus dem Entlastungsbetrag für Alleinerziehende. Wenn Sie einen Höchststeuersatz von 42 % hat ist der Kinderfreibetrag deutlich günstiger als das Kindergeld.

    Terence OTerence OVor Monat
  • Sie zahlt die gleichen Steuern wie Single Leute, dazu bekommt sie Kindergeld und unterhaltgeld vom Vater, insgesamt hat sie mehr Geld als Single und zahlt höhere Steuer , wo ist denn das Problem? Kinder sind Teuer, man soll sich ehe die Frage stellen warum Kindergarten bundesweit nicht kostenlos ist!!!und warum sollen Singles die höchsten Steuern bezahlen, einfach nicht immer die gleichen wählen, wenn wieder Wählen kommen!

    101st Webster101st WebsterVor Monat
    • Also wenn sie 1000€ mehr bekommen würde, wenn sie als Familie anerkannt würden muss sie schon sehr viel Geld verdienen. Es schreien immer die, die sowieso schon alles haben. Sicherlich gibt es aber Alleinerziehende denen es wirklich schlecht geht und denen es helfen würde.

      Christoph HChristoph HVor Monat
  • Ja, in diesem Land läuft einiges komplett aus dem Ruder

    Stefan W.Stefan W.Vor Monat
  • Alle die no like gemacht haben sind wohl die die immer noch der Meinung sind das die Ehe das gelbe vom Ei ist. Da bin ich ganz anderer Meinung vor allem wenn man sich die Scheidungsrate in Deutschland ansieht. Alle die Kinder bekommen sollten Steuerrechtlich begünstigt werden den sie sorgen auch für die nächsten Rentenzahler. Die keine Kinder bekommen können auch mehr Steuern zahlen ob ledig oder verheiraten spielt dabei keine Rolle.

    Irmgard R.Irmgard R.Vor Monat
  • Warum versteht es keiner ?!? Etliche der Gesetze, unter denen wir uns in Deutschland unterzuordnen haben, sind 50 bis 150 oder mehr Jahre alt und aus, eben ganz anderen Zeiten und sämtliche deutschen Gesetze, je älter sie sind, müssen schleunigst überarbeitet und auf den Stand von 2020 (2021 meinetwegen) gebracht werden!

    SwiperSwiperVor Monat
  • Eine Familie zu haben und Kinder zu erziehen ist nicht einfach 😲

    CringefyCringefyVor Monat
  • Bei der Diversität von Lebensentwürfen (unabhängig von den Gründen dafür) und wie häufig in allen Bereichen über die Definition des Begriffs "Familie" diskutiert wird, wäre es vielleicht wünschenswert, den Begriff "Familie" durch "Elternschaft" oder "Erziehende" zu ersetzen im Gesetz. Denn das eint alle Erziehenden unabhängig von Familienkonstellation (Sorgen, Bedürfnisse, Herausforderungen). Ist vielleicht auch eindeutiger zu definieren in allen Belangen von gesetzlicher Berücksichtigung.

    auf der suche...auf der suche...Vor Monat
    • @WDR Realistisch betrachtet muss ich leider sagen, dass jede gesetzliche Änderung der Unterstützung Erziehender noch viel Zeit und Engagement erfordert. Obwohl die Zahl Erziehender außerhalb des klassischen Familienbildes seit Jahrzehnten wächst, werden sie noch immer zu wenig bedacht. Auch deswegen denke ich, dass es leider nicht sehr bald passiert. Die gesetzlichen Entwicklungen der letzten Jahre bezüglich gleichgeschlechtlicher Partnerschaften sind erfreulich, auch als Zeichen einer offeneren Einstellung der Gesetzgebung gegenüber der Lebensrealität vieler Menschen. Die damaligen Diskussionen um das Thema Familie zeigten aber auch, dass das Umdenken erst beginnt.

      auf der suche...auf der suche...Vor Monat
    • @WDR wünschenswert auf jeden Fall, kann aber noch dauern bis das durchkommt.

      Lilly WaLilly WaVor Monat
    • Stimmt, das macht absolut Sinn! Hältst du denn so eine Änderung in naher Zeit für realistisch?

      WDRWDRVor Monat
  • "Ehe-Schein","Papier" … Wenn man bei der Aufklärung vergisst, dass Ehe-ähnliche Gemeinschaften, also Unverheiratete Gleichgestellt sind... Generell stimme ich aber zu, dass kinderlose Paare anders behandelt werden sollten als Personen die Kinder erziehen … Dieses Unterscheidungsmerkmal wäre schön, allerdings gibt es dafür nicht genug Lobby, für das Gegenteil leider schon.

    GUN2kifyGUN2kifyVor Monat
    • @WDR Genau das was ich sagte. In diesem Aspekt: Weg von der partnerschaftlichen Definition hin zu einer kinderbezogenen. Aber gerade (alleinstehende) Vielverdiener haben eine größere Lobby und werden sicher nicht zuschauen, dass sie benachteiligt würden.

      GUN2kifyGUN2kifyVor Monat
    • Hi, GUN2kify! Was würdest du dir denn hier konkret von der Politik wünschen?

      WDRWDRVor Monat
  • Unfassbar

    Lisa MarieLisa MarieVor Monat
  • Als Alleinerziehende ist man gleich mehrfach Gea.........meistens zahlen die Väter keinen Unterhalt,das zahlt dann der Steuerzahler 😡

    Sabine ReimannSabine ReimannVor Monat
    • @Gunnar Jupp von Bohlen und Krupp hier ist scheinbar auch was schief gelaufen, das tut mir leid für dich.

      S HS HVor 10 Tage
    • @S H Gut so! Niemand sollte Unterhalt zahlen müssen. Alleine schon dass jemand der Arbeitsunfähig oder Arbeitslos ist trotzdem Zahlungspflichtig bleibt, ist eine dermaßen asoziale Regelung, dass es sie nur in Deutschland gibt. Gut dass die Geburtenraten massiv sinken, ich hoffe das bleibt auch so bis dass das Recht geändert wird.

      Gunnar Jupp von Bohlen und KruppGunnar Jupp von Bohlen und KruppVor 10 Tage
    • @Nini und Mulik Von Mosart Es geht scheinbar auch anderes... schade dass Eltern auch nach einer Trennung nicht an einem Strang ziehen. Das gilt für beide Seiten, nicht nur Mann oder Frau. Schade dass du dein Kind nicht sehen dürftest.

      S HS HVor 12 Tage
    • @Andreas Widmer so ein Quatsch, soll ich mir das vorher notariell bescheinigen lassen, dass er später Unterhalt zahlt? Dann tauchen sie einfach unter, machen auf arbeitslos, hartz4, arbeiten schwarz, sind selbstständig mit Minuseinnahmen. Männer sind da leider sehr erfinderisch, nur um keine Unterhalt zu zahlen. Wohlgemerkt für ihr eigen Fleisch und Blut!

      S HS HVor 12 Tage
    • " meistens zahlen die Männer keinen Unterhalt "???..mich würde interessieren, in welchem sozialen Umfeld Du lebst 🌻🌻🌻viele meiner Bekannten und auch ich persönlich habe jeden Monat per Dauerauftrag gezahlt, alle 2 Jahre kam der Antrag auf Anpassung..ABER sehen durfte ich meine Tochter die ersten Jahre gar nicht ( wegen schlechter politischer Haltung )... in der DDR ging das..später sassen die selben ( meist Frauen) immer noch in den Ämtern..durfte ich sie eine Stunde PRO JAHR besuchen...ca 900km ein Weg...das ganze hat mit der Steuersache nichts zu tun, aber die Pauschale Verurteilung der Väter geht mir ....🌻🌻🌻🌻

      Nini und Mulik Von MosartNini und Mulik Von MosartVor 20 Tage
  • Mhm, also so weit ich weiß ist es für Kinder besser wenn sie mit beiden Eltern aufwachsen..... also ich finde man muss da einen Unterschied machen zwischen Witwen und bewusst allein Erziehenden.

    Xam BrinkXam BrinkVor Monat
    • @Xam Brink okay zwei Gedanken: Kinder zu bekommen, um Geldvorteile zu erhalten, wäre mehr als blöd. Man braucht sich nur mal darüber zu informieren, wieviel so ein Kind kostet, da wäre man mit Kindergeld und erheblichen steuerlichen Begünstigungen wohl noch im Minus. (Was ja auch nicht schlimm ist, aber das als Argument zu verwenden, ergibt nicht so viel Sinn) Und: natürlich haben Kinder, die mit beiden Elternteilen aufwachsen, Vorteile. Diese Vorteile bestehen aber nur durch vorhandene Ungerechtigkeit im System. In 0815-Familien werden wohl Männer die Besserverdiener sein, die Frauen können anfangs komplett bei den Kindern bleiben und anschließend halbtags arbeiten, um die andere Hälfte des Tages für die Kinder zu kochen, ihnen beiden Hausaufgaben zu helfen und sie zum Sportverein zu bringen. Alleinerziehende, gerade Frauen, die öfter in unterbezahlten Berufen arbeiten, können sich das nicht leisten. Würde man aber für die Erziehung der Kinder ausreichend Lohnausgleich schaffen und auch Care-Arbeit, die unbezahlt ist, endlich mal entlohnen, könnte sich daran schon einiges ändern. Ist im Patriarchat, in dem alle Tätitgkeiten und Berufe, die hauptsächlich von Frauen ausgeführt werden, halt eben schwierig. Natürlich trifft das jetzt wohl weniger auf diese Frau hier zu - um in den Spitzensteuersatz zu fallen, muss sie wohl schon ausreichend verdienen. Ich beziehe mich jetzt eher auf diese verallgemeinernden Aussagen in der Kommentarspalte

      Leonie E.Leonie E.Vor Monat
    • @Carmen S. Ich verstehe total das Ihre Situation schwer ist, aber scheinbar wird lieber anecdotal als sachlich argumentiert. Denn das Thema mit dem Sorgerecht ist kein ausgedachtes, dafür gibt es öffentliche Statistiken... zu dem anderen Fall: ich verstehe total das zwei Kinder Geld kosten und man je nach Berufslage keinen Urlaub machen kann - das trifft übrigens je nach Gehalt auch „Familien“ (ich setze das mal in Anführungsstriche damit sich niemand angegriffen fühlt). Wiederum kann ich da trotzdem nur sagen, Anekdotal. Um es nochmal zu betonen: Ich verstehe das Ihr Situation schlecht ist, aber Einzelbeispiele helfen nicht eine sachliche Diskussion zu führen. Das ist dasselbe wie wenn jemand sagt Ärzte sind schlecht weil bei dieser einen Behandlung etwas schief gegangen ist - dabei wird vollkommen übersehen in welchem Verhältnis etwas „schief geht“ oder Behandlungen den gewünschten Ausgang nehmen. Dies merkt man vor allem in den Medien, daher kein Vorwurf gegen sie, aber schlechte Nachrichten verkaufen sich halt besser. Und mir persönlich sind solche persönlichen Argumente auch unangenehm, denn wie soll ich darauf etwas erwidern ohne als **** dazustehen. In den wenigen Zeilen kann man gar nicht alle Gründe die zu verschiedenen Sachen geführt haben nachvollziehen - die Gefahr also ungerecht etwas zu beurteilen viel zu hoch. Ich hoffe Sie können mich nachvollziehen.

      Xam BrinkXam BrinkVor Monat
    • Unfassbar! Die Situation der Alleinerziehenden ist mir bestens bekannt. Ich gehöre selbst dazu! Habe ich mir das ausgesucht? Jein! Als mein 2. Sohn 9 Monate alt war, habe ich erfahren, dass sein Papa mich bereits ein Jahr betrogen hatte, sogar ein Doppelleben geführt hat. Soll ich dann sagen „Ja mach mal schön weiter und verarsche mich, behandle mich doch wie Dreck - Hauptsache der Kleine wächst mit beiden Eltern auf?“ Und was ist mit Frauen, die verlassen werden, bei denen der Herr Gemahl auch lieber mit der Geliebten durchbrennt und dem es reicht, wenn er seine Kids nur ab und zu sieht, weil das ja viel bequemer ist und sie dann auch der neuen Liebe nicht im Wege stehen? Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass man sich das Alleinerziehendendasein in der Regel nicht aussucht. Meine Ehe ist zerbrochen nachdem ich 3 Jahre todunglücklich war und ausgeharrt habe. Danach war ich auch alleine und ich hab mir fest vorgenommen, dass mein 2. Kind das nicht erleben muss. Die Situation lies mir keine Wahl. Ich wusste über Jahre nicht, wie ich die nächste Miete oder den nächsten Einkauf bezahlen soll. Ich habe mich herausgearbeitet, selbstständig gemacht und verdiene inzwischen so gut, dass ich genau im gleichen Steuerproblem stecke wie die beiden Damen im Video. Mein Preis: Ich habe vor 7 Jahren das letzte Mal länger als 6 Tage Urlaub gemacht. In meinen bescheidenen Campingurlauben komme ich kaum gedanklich von der Arbeit weg. Und die Papas? Papa Nummer 1 hat noch 4 weitere Kinder bekommen und lässt seit 4 Jahren Vater Staat den Unterhalt bezahlen. Einige Monate kam nichts, denn mein Sohn war schon über 12 damals - bis dann endlich dieses Gesetz geändert wurde und Unterhaltsvorschuss kam. Papa Nummer 2 hat sich 2 Jahre weder gemeldet, noch bezahlt. In dieser Zeit habe ich versucht das alleinige Sorgerecht zu bekommen, zumal er im Ausland arbeitet. Bei dem Versuch ist es geblieben. Inzwischen habe ich eine Sorgerechtsvollmacht, der Unterhalt wird bezahlt und es besteht Kontakt. Wenn er in Deutschland ist, kann er seinen Sohn jederzeit sehen - das kommt aber selten vor. So viel zum Thema „wenn die Mutter das Sorgerecht will, bekommt sie es auch“. Sämtliche ANWÄLTE haben in meinem Fall den Kopf geschüttelt, warum die Richter nicht in der Lage waren eine Entscheidung zu treffen - obwohl wir nicht einmal den Aufenthaltsort des Vaters kannten. Und da sag mal einer die Alleinerziehenden sind an allem selbst schuld. Ich steh nicht auf die Opferrolle, aber die Situation macht mich total wütend. Danke an den WDR, dass ihr dieses wichtige Thema aufgreift. Ich beteilige mich gerne an Klagen.

      Carmen S.Carmen S.Vor Monat
    • @Xam Brink Dann verstehe ich nun, weshalb sie unterschiedliche Ansprüche verschiedener Betroffener gegen verschiedene Anspruchsgegner zusammen nennen. Sachdienlich finde ich das nicht (s.o.). Ich sehe das nicht als Bevorteilung Alleinerziehender (ggü. welchem anderem überhaupt?). Ich sehe das als Gleichstellung aller Erziehender. Zusätzlich auch als Gleichstellung der Kinder aus den unterschiedlichsten Familienverbünden. (Falls es um die Bevorteilung Alleinerziehender ggü. Familien gehen sollte: Warum ist die Gleichstellung aller Erziehender eine Bevorteilung Alleinerziehender ggü. Erziehenden in einer klassischen Familie? Das habe ich noch nie verstanden) Das von Ihnen angesprochene Beispiel sollte in erster Linie mal beim Unterhalt angewandt werden (da gibt es bis jetzt nämlich nur vollen Unterhalt auch bei geteilter Zeit). Beide sollten einen Anspruch auf eine entsprechende Steuereinteilung haben, denn gewisse Mehrkosten bleiben unabhängig von der Zeit, die die Kinder dort sind (z.B. Bedarf an größerem Wohnraum). Für den Umfang der Berücksichtigung müsste man wohlerstmal die entstehendenden Mehrkosten anschauen durchschnittlich. Davon weiß ich zu wenig, da ich keine Kinder habe. Sicherlich gibt es dazu auch von anderen Seiten Ideen. Thinking out of the Box: Warum nicht eine gemeinsame Besteuerung für alle Erziehenden? Beträfe sowohl Erziehende in klassischen Familien als auch getrennte Erziehende. Nur ein ganz fixer Gedanke zum Schluss. Edit: in einem späteren Beitrag wünschen Sie sich von anderen Beteiligten Sachlichkeit. Dann darf man auch nicht alle möglichen Ansprüche, die es irgendwo im Zusammenhang Familie gibt, zusammenwerfen und gleichsetzen mit Besteuerung. Das ist nämlich auch unsachlich.

      auf der suche...auf der suche...Vor Monat
    • @Xam Brink Für mich sind auch alleinstehende mit Kind eine Familie. Ich habe gelesen das Sie der Auffassung sind das ein Kind immer mit zwei Erwachsenen in einem Haushalt aufwachsen sollte. Nun es gibt Verwandte und man kann sich wenn das gewollt ist ein Sozialesnetzwerk aufbauen das dem Kind verschiedene Formen des Miteinanders vermiteld . Die Form Zwei Erwachsene in einem Haushalt ist sehr engstirnig und meiner Meinung nach auch veraltet, dies alleinig als Familie zu bezeichnen.

      Irmgard R.Irmgard R.Vor Monat
DEhave